Das Literaturhaus Magdeburg und das ICATAT heißen die tatarische Bestseller-Autorin Gusel Jachina herzlich willkommen!

Jachina_Plakat_MD-Okt_2019.jpg

(an der Ernst-Moritz-Arndt-Univesität Greifswald), Thema:

„The Hidden Orient. Deutsch-tatarische Lebenswelten zwischen Wolga, Dobrudscha und Baltikum“

Im Rahmen des jährlichen Hiddensee-Colloquiums des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (Magdeburg/Berlin) gestalteten, diskutierten, reflektierten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Autor*innen Themen zwischen Interkulturgeschichte, Kunst und Literatur.

  Arbeitsschwerpunkte 2019 auf Hiddensee waren:

  • Die Denkarbeiten, Interviews und Recherchen für den ICATAT-Hiddensee-Sammelband werden weitergehen: 2020 sind wir zum 10. Mal auf Hiddensee und werden im Henni-Lehmann-Haus, der Inselbibliothek, und im Kurshaus der Biologischen Station das Manuskript unseres Buches präsentieren (Drucklegung und u. Präsentation Buchmesse Leipzig 2021). Weitere Ideenfindung für Buchpräsentation in Tatarstan und Polen anläßlich 10. Jubiläum des Protokolls von Hiddensee der internationalen Forschungsgruppe „Tatars, Germans and European Identity“ vom 2.-9. Juli 2011, Biologische Station Hiddensee, mitunterzeichnet von Kollegen aus Polen, der Russländischen Föderation / Republik Tatarstan und der Ukraine / Republik Krim).
  • Rückblick und Evaluation zur ICATAT-Bildungsreise „Rumänien – Eine Wiege des Islam in Europa“. Aus unserer diesjährigen erfolgreichen Bildungsreise resultieren zwei neue Kooperationsverträge: 1. Mit dem Institut für Turkologie u. Zentralasien-Studien der Babeş-Bolyai-Universität von Klausenburg (Cluj-Napoca), 2. mit der Assoziation “ANTICUS“ Constanta.
  • Planung und Recherchen zur ICATAT-Bildungsreise 2020 „Mare Balticum Tataricae“. Auf dieser Bildungsreise führt uns 2020 der Weg auf den Spuren der Preußen und Tataren von Danzig über Königsberg, Memel, Troki, Vilnius und Riga nach Tallin (Zu Gast bei: Tatarische Moschee-Gemeinde & Bibliothek Danzig; Redaktion „Życie tatarskie (Tatarisches Leben)“ in Bohoniki/Kruszyniany; Tatarisches Kulturzentrum „NUR“, Klajpeda; Karaimische Gemeinde Trakaj; Imam der Moschee Kaunas; Tatarisch-Baschkirische Assoziation „Idel“, Riga; Vereinigung der Deutschen Estlands; Tatarisches Kulturzentrum YULDUZ Tallin, v.a.m.).
  • Letzte Korrekturarbeiten, Planung Lesungen & Vertrieb unseres aktuellen Buches in Kooperation mit der Landesvereinigung kulturelle Kinder- u. Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. „Der Pascha von Magdeburg. Der Orient in Mitteldeutschland“.
  • Beteiligung als institutionelles Mitglied der Gesellschaft für Turkologie, Osmanistik und Türkeikunde (GTOT) an deren Mitgliederversammlung am Afrika-Asien-Institut der Universität Hamburg, 7. September 2019.
  • Planung der ICATAT-Buchpräsentationen im Roten Rathaus Berlin in Kooperation mit der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung, der GTOT, der Akademie der Wissenschaften Tatarstans und dem Institut für Turkologie der Freien Universität Berlin (I./II. Quartal 2020).

Studienreise „Rumänien – Eine Wiege des Islam in Europa“
Von den Deutschen in Transsylvanien zu den Tataren der Dobrudscha.

Islam? In Rumänien? Was für die meisten Menschen relativ exotisch klingt, werden wir als bildungshungrige Reisende vor Ort kennenlernen. Die ICATAT-Bildungsreise führt uns in die Republik Rumänien mit einem besonderen Fokus: Wir bereisen das Land auf den Spuren der Vielfalt, der nationalen und religiösen Minderheiten. Die Ungarn, die Roma, Juden und Deutschen in Siebenbürgen als auch die Lipowaner, Tataren, Gagausen und Türken in der Dobrudscha führen uns durch ihre Kultur und Geschichte.
Die wunderschönen Städte Cluj/Klausenburg, Sibiu/Hermannstadt und Braşov/Kronstadt mit ihrem architektonischen Kulturerbe bereisen wir ebenso wie die Hochburgen des Islam in der Dobrudscha: In Medgidia und Constanta/Köstence besuchen wir mit Politikern und Schriftstellern der Dobrudscha-Tataren und Türken Moscheen, Koran-Schulen und Kulturhäuser.
Reiseabschluss bilden ein Bad im Schwarzen Meer und ein deutsch-rumänisch-tatarisches Kulturfestival in der Hauptstadt der Dobrudscha, Constanta/Köstence. Die internationale Theatergruppe „Esperantos.eu“ fährt auf einem selbstgebauten Theater-Katamaran von Berlin über Havel, Elbe und Donau ans Schwarze Meer. Wir feiern mit ihnen den Abschluß unserer und ihrer Reise zusammen mit Vertretern der Gemeinden der Dobrudscha-Deutschen, der Tataren und Gagausen.

———————————————————————————————–
Reiseleiter ist der Turkologe/Islamwissenschaftler Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Leiter des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien Berlin-Magdeburg.
UNKOSTENBEITRAG / ICATAT-Spende für Flug/Unterkunft/Halbpension/Binnentransfer + Reiseleitung + Reise-Reader: 1250,00 €, Mindest-Gruppenstärke: minimum 10 Pers. TERMIN 28.Mai -03. Juno 2019 (Abflüge ab Berlin/München). Anmeldung unter: office@icatat.de Fachreferenten, Führer und Experten unterwegs vor Ort sind: Dr. Adina Fodor & Prof. Dr. Tahsin Cemil Inst. f. Turkologie Universität Klausenburg, Dr. Frank Ziegler, Kustos der Sammlung des Brukenthal-Museums Hermannstadt; Prof. Dr. Vasile Olteanu, (rumänisch-orthodoxer Geistlicher); Dr. Taner Murat, Publizist/Lyriker, Vorstand der multikulturellen Assoziation „Anticus“, Constanta; Beatrice Ungar, Chefredakteurin Hermannstädter Zeitung; Dr. Aledin Amet, Staatssekretär im Departement für interethnische Beziehungen des rumänischen Parlamentes / Abgeordneter der „Demokratischen Assoziation der muslimischen Türk-Tataren Rumäniens“ im rumänischen Parlament (angfr.). Alle Informationen hier.

 

Willkommen zu einem mehrsprachigen Lese- und Hörgenuss. „Texte.Färben.Heimat“, die „Zweiheimisch-Bibliothek“ und „Eigene Spuren suchen“ sind Projekte bei der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. (Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung) in Kooperation mit dem ICATAT. Es geht ums Bücherschreiben, um alte und neue Interkulturgeschichte(n) in über 20 Sprachen. Vorgestellt werden Bücher und Gedichte auf tatarisch, deutsch, kurdisch, arabisch, türkisch sowie Werke der Illustratorinnen / Künstlerinnen Iman Shaaban und Masoumeh Ahmadi. UND: Woher kamen all diese Bücher, wer brachte sie warum hierher nach Magdeburg? Die „Zweiheimisch-Bibliothek“ soll als vielsprachiges Kleinod Magdeburgs Bibliothekslandschaft bunter machen. Musikalisch gerahmt von Enver Ibrahimoğlı (Saxophon) und Mojtaba Faghihi (Daf). Es lesen Dzhemile Umerova, Ammar Awaniy, Ramazan Eskin und Dr. Mieste Hotopp-Riecke.

wir laden ein

20. Februar 2019, 17-18.30 Uhr, Zentralbibliothek Magdeburg, Breiter Weg, Eintritt frei

Das ICATAT beendete erfolgreich Teilnahme an Konferenzen und Netzwerktreffen in der Republik Tatarstan. ICATAT успешно завершил участие в конференциях и сетевых встречах в Республике Татарстан.

In der Hauptstadt Tatarstans wurde vier Tage lang diskutiert, analysiert und auf Projektwerkstätten neue Kooperationsvorhaben besprochen. Anlässlich des 102. Geburtstages des tatarischen Nationaldichters Musa Dshalil, der in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde, führte das Musa-Dshalil-Museum eine zweitägige Konferenz in Kasan und Yar Çallı durch. Am 20.-22. September dann fand an der Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan ein Konferenz statt anlässlich des 200. Geburtstages von Schihabutdin Mardschani, einem der wichtigsten Gelehrten und Reformer der tatarischen Welt. Das ICATAT war unter anderem vertreten mit Beiträgen zu Archivmaterialien und neuen Forschungsergebnissen als Basis für kulturelle Jugendbildungsprojekte. Zusammen mit unseren Partnern vom Mardschani-Institut für Geschichte, vom National-Museum Tatarstans, vom Museum Europäischer Kulturen Berlin, der Kasaner Föderalen Universität, dem Näbi-Däüli sowie dem Musa-Dshalil-Museum wurden kommende Möglichkeiten der Kooperation eruiert. Die Beispiele aus Sachsen-Anhalt, Kooperationen zwischen ICATAT und der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung (lkj) fanden großes Interesse unter anderem bei Schüler*innen und Pädagog*innen aus Tatarstan.

В столице Татарстана обсуждались четыре дня, анализировались и обсуждались на проектных семинарах новые проекты сотрудничества. По случаю 102-й годовщины национального татарского поэта Мусы Джалиля, который был казнен в Берлине-Plötzensee, Мусы Джалиля-музей провел двухдневную конференцию в Казани и Яра Чаллы. На 20.-22. cентябрь затем конференция по случаю 200-й годовщины Шихабутдина Марджaни состоялся в Академии наук Республики Татарстан, один из самых важных ученых и реформаторов татарского мира. ICATAT была представлена, среди прочего, вкладом в архивные материалы и новыми результатами исследований в качестве основы для проектов в области образования и в области культуры. Были изучены возможности для сотрудничества с нашими партнерами из Институтом истории им. Марджани, Национальным музеем Татарстана, Музеем европейских культур Берлина, Казанским федеральным университетом, Нәби Дәүли и Муса-Дшалиль-Музеем. Примеры из Саксонии-Ангальт, сотрудничество между ICATAT и Национальной ассоциацией детей и молодежи в области культуры (lkj), встретили большой интерес, среди прочего, среди учеников и учителей из Татарстана.

soiree-fb.jpgPoetisch-musikalische Soirée im Henni-Lehmann-Haus auf Hiddensee

Im Rahmen des jährlichen Hiddensee-Colloquiums des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (Magdeburg/Berlin) gestalten Künstler, Autoren und Wissenschaftler am Sonntag, d. 5. August ab 18:30 Uhr einen Hauptmann-Abend der besonderen Art: Lesungen und Referate wechseln mit Liedern und Melodien zum Thema Gerhart Hauptmann und der Orient.

Wenn ich könnte, würde ich Ihnen, Meister, den allerschönsten Rosengarten Allah´s zu Füßen legen.“ Diese Zeilen an Gerhart Hauptmann schrieb die ungarisch-ägyptische Prinzessin und spätere Frauenrechtlerin Djavidan Hanim 1943. Frei nach diesem Motto möchte ein kurzweiliger, abwechslungsreicher Abend nicht ohne Tiefgang und Ehrfurcht vor dem großen Dichter thematisch und geographisch Zugänge suchen, die sich aus interdisziplinären Bereichen zwischen Musikethnologie, Literaturwissenschaft und Turkologie speisen. Aus der schlesischen Sagenwelt kommend über orientalische Frauenpower bis zu türkischen Doktorarbeiten über das Hauptmann-Œuvre reicht das Kaleidoskop von Texten und Liedern, die diesen Abend füllen.

Die schlesische Bergwelt mit ihren dutzenden Tatarenmythen wie „Die Ermordung der Tartarischen Kaiserin zu Neumarkt“ oder „Der Tartarenkopf am Schlosse Ratibor“ hat gewiss die Fantasie vieler Generationen von schlesischen Kindern beflügelt, so womöglich auch die des jungen Gerhart Hauptmann. Die Texte und Lieder streifen diese Sagenwelt und schauen auf die islamisch-deutsche Interkulturgeschichte von Schlesien und Ostpreußen, um sich dann den orientalischen Genüssen in der Gastronomie, Kultur und Mode sowie den Exotismen in Werken der literarischen Bohéme zuzuwenden. Mit der Modewelle á la Turca einhergehend konvertierten erste Deutsche zum Islam. Auch Gerhart Hauptmann äußerte Gedanken, zum Islam überzutreten, ließ sich von Koran-Suren inspirieren und pflegte Briefwechsel mit arabischen Intellektuellen. Woher stammt Hauptmanns handgeschriebener Koran, für den sich 70 Jahre lang niemand interessierte? Wer waren Harut und Marut? Diese Fragen und andere Überlegungen, seine spätere Bekanntschaft mit der ungarisch-ägyptischen Prinzessin Djavidan Hanum, seine Begeisterung für den aserbaidschanischen Weltenwandler Essad Bey und alle weiteren Themen des Abends werden aufgelockert / illustriert mit thematisch relevanten Musikeinheiten aus deutscher, tatarischer und türkischer Klassik sowie Gedichten aus dem Umfeld von Hauptmann und vom großen Dichter selbst.

plakat hauptmann soirée

Den Abend gestalten Dr. Mieste Hotopp-Riecke als Kurator (Turkologe, Leiter des ICATAT) sowie Ildar Kharissov (Musikethnologe, ICATAT),  Marion Magas (Autorin, Kulturwissenschaftlerin, Hiddensee),  Henry Mertens (Licht-Designer/Filmemacher/Bildgestalter; Hochschule Anhalt, Dessau; ICATAT-Fellow) und Carsten Bürger (Bildhauer, Fotograf; Dresden). Eine Pressemitteilung und Info-Flyer finden sich hier als PDF-Datei zum download.

Für Nachfragen steht Herr Dr. Mieste Hotopp-Riecke zur Verfügung: 01573 1758823

Termin: So., 05.08.2018, 18:30 Uhr

Montag, 02. Juli  2018

Lesung, Führungen und Vorträge anlässlich Finissage in der Otto-von-Guericke-Universitätsbibliothek

Im Rahmen der Ausstellungs-Finissage Jenseits des Tatarenturms / Beyond the Tartaros findet am 2. Juli 19:30 eine Lesung statt mit Stefan Weidner und seinem Buch „Jenseits des Westens“. Dem voran gehen Ausstellungsführungen und Vorträge. Der Tatarenturm von Magdeburg steht für die Angst vor den Fremden, vor „Ungläubigen“ aus dem Osten. Doch kurze Interkulturgeschichten und Exponate illustrieren auch die befruchtenden Facetten von Kunst, Wissenschaft und Alltag zwischen dem Orient und Mitteldeutschland.

Ein besonderer Gast der Finissage ist Stefan Weidner. Mit seinem neuen Buch „Jenseits des Westens“ plädiert Stefan Weidner für das Ende der Spaltung der Weltgemeinschaften in Ost und West, Nord und Süd und für ein neues kosmopolitisches Denken. „Wir waren es gewohnt, dass Europa und Nordamerika die Welt dominieren. In Zeiten der Globalisierung melden nun andere Großmächte politische und wirtschaftliche Ansprüche an und stellen die „westliche“ Weltdeutung in Frage. Fortschritt, Säkularisierung, Liberalismus: Warum sollten diese Prinzipien unserer Ideengeschichte für den ganzen Globus gelten?“. Stefan Weidner ist ein Anhänger der Aufklärung. Gerade deshalb plädiert er dafür, Weltentwürfe aus Arabien, Afrika oder China ernst zu nehmen. Der „Westen“ darf nicht glauben, die ganze Welt werde früher oder später seine Vorstellungen übernehmen. „Wir brauchen ein kosmopolitisches Denken, das die Vorstellung kultureller Überlegenheit überwindet.“ so Weidner.

Ganz in diesem Sinne ist auch die kompakte Ausstellung in der Universitätsbibliothek konzipiert: Sie zeigt anhand von Büchern, Garderobe, Fotos und Postkarten wie eng und wie lange schon Muslime und Mitteldeutschland bzw. „der Orient“ und deutschsprachige Gebiete in interkulturellem Austausch stehen. Der „Star“ unter den Exponaten ist ein von tatarischen Kriegsgefangenen geschnitzter Kronleuchter von 1916. Der Magdeburger Otto Stiehl war ein Kommandant dieses Kriegsgefangenenlagers für Muslime.

In Kooperation mit der .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt  e.V. und dem Brandenburg-Preußen Museum entsteht im Schuljahr 2018/19 das Interkulturlesebuch „Der Pascha von Magdeburg“ mit vielen Lese-Mosaiksteinchen – auch zu etlichen Exponaten der Ausstellung in Magdeburg. Bei diesen Arbeiten steht vor allem das gemeinsame Lernen und Arbeiten von Zugezogenen und Alteingesessenen im Fokus – regional, national und international.

Der Historiker und Hispanist Dr. Stephan Theilig und Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Turkologe, Referent für Interkulturgeschichte bei der .lkj) und Leiter des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT) stellen in Führungen durch die Ausstellung sowie zwei Vorträgen die sehr unterschiedlichen Facetten deutsch-islamischer Interkulturgeschichte vor, von den Muslimen in der preußischen Armee bis zu Lederkunst tatarischer Migrant*innen im 21. Jahrhundert. Die mit viel Engagement, ehrenamtlicher Arbeit und Liebe zum Detail entstanden ICATAT-Buchprodukte fordern auf zu Einmischung und Teilhabe und werden im Rahmen der Finissage feierlich der Universitätsbibliothek übergeben.

Für Nachfragen steht Herr Dr. Mieste Hotopp-Riecke zur Verfügung: 01573 1758875

Stefan Weidner zu seinem neuen Buch in der ARD-Sendung „titel, thesen, temperamente“  hier abrufbar.

Termin:
Mo., 02.07.2018,
17:00 – 18:00 Uhr Führungen durch die Ausstellung „Beyond the Tartaros“ mit Dr. Stephan Theilig.
18:00 – 19:00 Uhr Vorträge mit Dr. Mieste Hotopp-Riecke und Dr. Stephan Theilig.
„Die preußisch-muslimischen Soldaten und ihre Offiziere aus/in Magdeburg“
„Musa Dshalil – Tatarischer Widerstand im Mitteldeutschland des II. Welkrieges“
19:30 – 21:00 Uhr Lesung und Diskussion mit Stefan Weidner und seinem neuen Buch „Jenseits des Westens“.

Finissage-Ankündigung des Magazins „Interface“ des Offenen Kanals Magdeburg.

Wir danken der Otto-von-Guericke-Universitätsbibliothek, dem Brandenburg-Preußen-Museum und der Universitätsbuchhandlung „Otto von Guericke“ für die Unterstützung. Unsere Pressemitteilung und das Plakat zur Finissage finden sie hier zum download.

logo_std   ICATAT  ovgu buchhandlung  bpm logo

Elbe Kurier

Studienreise „Rumänien – Eine Wiege des Islam in Europa“
Von den Deutschen in Transsylvanien zu den Tataren der Dobrudscha.

Islam? In Rumänien? Was für die meisten Menschen relativ exotisch klingt, werden wir als bildungshungrige Reisende vor Ort kennenlernen. Die ICATAT-Bildungsreise führt uns in die Republik Rumänien mit einem besonderen Fokus: Wir bereisen das Land auf den Spuren der Vielfalt, der nationalen und religiösen Minderheiten. Die Ungarn, die Roma, Juden und Deutschen in Siebenbürgen als auch die Lipowaner, Tataren, Gagausen und Türken in der Dobrudscha führen uns durch ihre Kultur und Geschichte.
Die wunderschönen Städte Cluj/Klausenburg, Sibiu/Hermannstadt und Braşov/Kronstadt mit ihrem architektonischen Kulturerbe bereisen wir ebenso wie die Hochburgen des Islam in der Dobrudscha: In Medgidia und Constanta/Köstence besuchen wir mit Politikern und Schriftstellern der Dobrudscha-Tataren und Türken Moscheen, Koran-Schulen und Kulturhäuser.
Reiseabschluss bilden ein Bad im Schwarzen Meer und ein deutsch-rumänisch-tatarisches Kulturfestival in der Hauptstadt der Dobrudscha, Constanta/Köstence. Die internationale Theatergruppe „Esperantos.eu“ fährt auf einem selbstgebauten Theater-Katamaran von Berlin über Havel, Elbe und Donau ans Schwarze Meer. Wir feiern mit ihnen den Abschluß unserer und ihrer Reise zusammen mit Vertretern der Gemeinden der Dobrudscha-Deutschen, der Tataren und Gagausen.
———————————————————————————————–
Reiseleiter ist der Turkologe/Islamwissenschaftler Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Direktor des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien Berlin-Magdeburg.
UNKOSTENBEITRAG / ICATAT-Spende für Flug/Unterkunft/Halbpension/Binnentransfer + Reiseleitung + Reise-Reader: 1250,00 €, Mindest-Gruppenstärke: minimum 10 Pers. TERMIN 11.-17. August 2018 (Abflüge ab Berlin/München). Anmeldung unter: office@icatat.de Fachreferenten, Führer und Experten unterwegs vor Ort sind: Dr. Adina Fodor & Prof. Dr. Tahsin Cemil Inst. f. Turkologie Universität Klausenburg, Dr. Frank Ziegler, Kustos der Sammlung des Brukenthal-Museums Hermannstadt; Prof. Dr. Vasile Olteanu, (rumänisch-orthodoxer Geistlicher); Dr. Taner Murat, Publizist/Lyriker, Vorstand der multikulturellen Assoziation „Anticus“, Constanta; Beatrice Ungar, Chefredakteurin Hermannstädter Zeitung; Dr. Aledin Amet, Staatssekretär im Departement für interethnische Beziehungen des rumänischen Parlamentes / Abgeordneter der „Demokratischen Assoziation der muslimischen Türk-Tataren Rumäniens“ im rumänischen Parlament (angfr.). Alle Informationen hier.

 

Historians and Turkologists were on a joint tour through places with a scientifically relevant history in the context of German-Tatar cultural contacts. The joint journey took place within the scope of two projects, which are carried out as a cooperation of ICATAT with the Institute of History of the Academy of Sciences of the Republic of Tatarstan. On the one hand it is the project of the exhibition „Turks, Moors and Tartars. Islam in Brandenburg-Prussia / 600 years of German-Tartar cultural contacts“. On the other hand, it is the project „Tombs of the Fallen from Tatarstan in Europe“. The Tatars-Tombs project is still going to run for the next 3 years. The exhibition will be opened on 24th May 2017 in the Museum of Islamic Cultures in the main mosque of the Republic Tatarstan. The Qul Sharif mosque with museum is located on the Kremlin site of the Tatarstanian capital Kazan and is a UNESCO World Heritage ensemble.

Here in our MediaReview are to find some press releases concerning both of our cooperation projects. Diverse Media like mdr television, mdr broadcoast, Altmark-Zeitung, Volksstimme, Focus, BILD, Märkische Allgemeine a.o. launched features and articles regarding the tour and the oncoming exhibition in Tatarstan in cooperation with our colleagues from Marjani-Institute for History. The exhibition catalogue is to be find here for download.

VSt Print 5.5.2017

Dr. Liliya Gabdrafikova (above from left), Prof. Dr. Radik Salikhov, Dr. Stephan Theilig, Dr. Marat Gibatdinov und Dr. Mieste Hotopp-Riecke

Eine Video-Reportage von Radio Free Europe (Prag) über unsere Ausstellung in Tatarstan (eine Version mit deutschen Untertiteln folgt in Kürze).

Dieses traditionelle Neujahrsfest der Völker des Nahen Ostens ist seit einem Vierteljahrhundert nun auch in Sachsen-Anhalt fester Bestandteil des Kulturkalenders: Kurd*innen, Iraner*innen, Afghan*innen, Usbek*innen, Aserbaidschaner*innen trugen dieses Kulturgut mit in ihre neue Heimat, doch meist von der Mehrheitsgesellschaft unbemerkt. Wir möchten 2017 alteingesessene und zugezogene Menschen in Sachsen-Anhalt zusammenbringen und das NEWROZ 2017 zu einem selbstgestalteten Fest der Kultur und Bildung für ALLE machen. Wir haben das Festival geöffnet in mehreren Dimensionen: Thematisch geht es weit über Newroz hinaus, zeitlich dehnen sich die Teilhabe-Festival-Module auf eine Festwoche aus und wir öffnen uns in die Stadt hinein durch unterschiedliche Spielorte.

Hier finden sich die einzelnen Module des Teilhabe-Festivals beginnend am 22.3. bis zum Höhepunkt und Abschluß am Abend des 25.3.

logos

Das Projekt wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen der Aktionen für eine Offene Gesellschaft.

„Der Pascha von Magdeburg“ Interkultur-Stadtspaziergang

Wir begeben uns auf Spurensuche nach deutsch-islamischer Vergangenheit, hören Geschichte(n) von Mehmed Ali Pascha aus Magdeburg, von Muslim*innen in Mitteldeutschland und Magdeburg vor drei- und vierhundert Jahren, in den beiden Weltkriegen und heute, sehen im Magdeburger Dom die Sandsteintürken und Kampfelefanten.

Wann? 22.3.2017, 15:30 – 17:30 Uhr
Wo? Treffpunkt: Tatarenturm hinterm Dom (Ecke Remtergang/Fürstenwall)

Bitte anmelden bei Dr. Mieste Hotopp-Riecke (newroz@jugend-lsa.de) oder unter 015731758823. Die Führung wird bei Bedarf zweisprachig angeboten. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

GeoCaching-Safari

Mit dem Team der Zeitreise-Manufaktur Magdeburg erkunden wir den Stadtraum mittels GPS und Tablets auf interkulturellen Spuren von Architekturen, Gerüchen, Denkmalen, exotischen Speisen und bunten Erinnerungsorten zwischen Magdeburg und dem globalen Süden.

Wo? Treffpunkt Eingang Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Wann? 23.3.2017, 15:00-18:00 Uhr

Anmeldungen bitte an newroz@jugend-lsa.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ausstellung Back to Rojava.Fotoausstellung.

Im Rahmen des Newroz-Teilhabe-Festivals zeigen wir Fotografien aus Südwest-Kurdistan / Nordost-Syrien, auf kurdisch genannt Rojava. Bilder der Aufklärung und der Solidarität. Die Foto-Ausstellung zeigt die Zerstörung, aber auch den Aufbruch in Rojava. Heute erproben die syrischen Kurd_innen das Experiment einer direkten kommunalen Demokratie und damit auch die Möglichkeit von Konfliktlösungen jenseits der alten, von Überwachen und Strafen geprägten Kultur der Gewalt. Ihre politischen Institutionen legen großen Wert auf die Beteiligung der Frauen nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in den politischen Entscheidungsgremien und Bildungseinrichtungen. Ein neues Gesundheitswesen wird aufgebaut, eine eigene Polizei entsteht. In den Schulen lernen die Kinder Arabisch und Kurdisch: ein absoluter Tabubruch mit den Jahrzehnten unter dem Assad-Regime.

Ein Projekt von attenzione photographers / Civaka Azad. Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. / medico international / Rosa Luxemburg Stiftung. Koordinierungskreis Syrien/Nordirak/Rojava online 

siehe auch: https://www.medico.de/back-to-rojava-16301/

Wo? Foyer & Scheune im Kulturzentrum Moritzhof, Moritzplatz 1, 39104 Magdeburg
Wann? 25.3.2017, 18.00 Uhr

Filme + Diskussion

„Haymatloz. Exil in der Türkei“

Direkt nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professor*innen ihre Stellungen an deutschen Universitäten. Es flüchteten zahlreiche Intellektuelle, Jüdinnen und Juden sowie Antifaschist*innen in das unbekannte Exilland Türkei. Die Filmemacherin Eren Önsöz begleitet einige Nachkommen dieser Professoren an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei. An der Modernisierung der Türkei waren die renommierten Deutschen wesentlich beteiligt. Doch was ist von dem Kultur- und Wissenstransfer unter Premier Erdoğan übrig geblieben? Wo doch heute in der Türkei die Atatürkschen Reformen rückgängig gemacht und laizistische Strukturen aufgelöst werden. Gilt das auch für die Bemühungen der Exilant*innen? Inmitten der weltweiten Flüchtlingskrise wirft der Dokumentarfilm hochaktuelle Fragen auf und beleuchtet das Schicksal der akademischen Elite Deutschlands im türkischen Exil: Verfolgt, hofiert und „haymatloz“.

Mit der Regisseurin Eren Önsöz wird der Moderator, Kabarettist und TV-Talker Lars Johansen über ihren Film „Haymatloz“ ein Filmgespräch führen, in das auch Jochen Schrader mit einstimmt. Jochen Schrader ist der Urenkel von Friedrich Schrader aus Wolmirstedt, der bereits eine Generation früher – vor dem Ersten Weltkrieg – in das Osmanische Reich emigrierte und dort zu den führenden Intellektuellen aufstieg, zwei Dutzend Sprachen beherrschte und sich als Publizist für Völkerverständigung und Frauenrechte einsetzte. Thema ist also Migration einmal anders herum: Deutsche in der Türkei im 20. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Welt-Kriege und Deportationen.

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Kino unterm Dach
Wann? 25.3.2017, 14:00 Uhr

Die Veranstaltung findet auf türkisch und deutsch statt und richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, da die Platzzahl begrenzt ist –> newroz@jugend-lsa.de

„Wasserläufer“

Der 12-jährige Djudi ist mit seiner Familie vor dem Krieg aus Syrien nach Istanbul geflüchtet. Da sie dort keinerlei Unterstützung erhält, bestreitet die Familie ihren Lebensunterhalt mit dem Straßenverkauf von Wasser und Brezeln. Durch Momentaufnahmen aus ihrem Alltag enthüllt die Dokumentation ein bewegendes Familienschicksal und zeigt, welche Träume, Wünsche und Hoffnungen durch eine Flucht auf der Strecke bleiben.

Das Filmgespräch führen Beston Zirian Ismael  (Leipzig, Regisseur) und Lars Johansen (Magdeburg, Kolumnist/Moderator/Kabarettist).

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Kino unterm Dach
Wann? 25.3.2017, 16:45 Uhr

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnisse. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, da die Platzzahl begrenzt ist.

Poetry Slam „Meine Spuren, meine Welt“

mit Bestseller-Autor Jaromir Konecny.

Der böhmisch-bayerische Schriftsteller Jaromir Konečny, mehrfacher deutscher Poetry-Slam-Meister und erfolgreicher Bestseller-Autor (Doktorspiele, DönerRöschen) begibt sich mit alteingesessenen und zugewanderten jungen Menschen und jungen Kolleg*innen von „Halternativ“ e.V. auf Spurensuche nach dem Ich und dem Woher und Wohin, nach dem Hierbleiben oder Weggehen, nach Sehnsucht und Aufruhr.

Kleine Poetry-Stücke werden am Abend auf der Bühne geslämmt…

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Galerie
Wann? 25.3.2017, 14:00-18:00 Uhr

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, da es einebegrenzte Teilnehmer*innenzahl gibt.

Lesung Newroz erlesen.

Wir hören Geschichten vom Schmied Kawa, von Drachen, von tyrannischen Herrschern und Widerstand, vom Kind-Sein im Nahen und Mittleren Osten, von bunten Newrozfeiern, gutem Essen, Sehnsucht nach Freiheit und Frieden. Kinderbücher auf kurdisch und deutsch werden gemeinsam vorgelsesen und besprochen.

Wo? Kulturzentrum Morizhof,
Wann? 25.3.2017, 16.00-18.00 Uhr

Die Veranstaltung findet auf kurdisch (kurmancî) und deutsch statt und richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Workshops

Informationen zu einem Videoworkshop, einem Tanzworskshop, einem Trommelworkshop sowie einem interkulturellen Kochkurs der arabisch-kurdischen Küche folgen demnächst.

Bühne & Konzert

Im ersten Teil des Bühnenprogramms werden Gedichte vorgetragen, die Theatergruppe „Mein Weg“ zeigt eine Uraufführung auf arabisch, deutsch und kurdisch, der syrische Autor Ammar Awaniy liest aus seinem Manuskript „Die Fackel der Angst. Von Homs nach Magdeburg“ und eine Tanzgruppe zeigt kasachische Tänze. Ergebnisse des Poetrs-Slam-Workshops mit Jaromir Konecny werden diesen ersten Teil beschließen.

Im zweiten Teil des Abends gibt es nacheinander Konzerte verschiedener Künstler*innen und Bands: die Koma Siwa, die Gruppe Rêga, die Martin-Rühmann-Band und Ferhat Tunç & Band. Ferhat Tunç ist einer der bekanntesten kurdischen Sänger und Musiker der Türkei. Er stammt aus Dersim und ist seit Jahrzehnten in der Menschenrechtsbewegung und als Publizist aktiv.

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Scheune.
Wann? 25.3.2017, 18:30-22.30 Uhr

Die Veranstaltung findet auf deutsch, türkisch, kurdisch, arabisch und persisch statt und richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei.