Historians and Turkologists were on a joint tour through places with a scientifically relevant history in the context of German-Tatar cultural contacts. The joint journey took place within the scope of two projects, which are carried out as a cooperation of ICATAT with the Institute of History of the Academy of Sciences of the Republic of Tatarstan. On the one hand it is the project of the exhibition „Turks, Moors and Tartars. Islam in Brandenburg-Prussia / 600 years of German-Tartar cultural contacts“. On the other hand, it is the project „Tombs of the Fallen from Tatarstan in Europe“. The Tatars-Tombs project is still going to run for the next 3 years. The exhibition will be opened on 24th May 2017 in the Museum of Islamic Cultures in the main mosque of the Republic of Tatarstan. The Qul Sharif mosque with museum is located on the Kremlin site of the tatarian capital Kazan and is a UNESCO World Heritage site.

Dr. Radik Salikhov (above left), Dr. Stephan Theilig, Dr. Marat Gibatdinov und Dr. Mieste Hotopp-Riecke

Dieses traditionelle Neujahrsfest der Völker des Nahen Ostens ist seit einem Vierteljahrhundert nun auch in Sachsen-Anhalt fester Bestandteil des Kulturkalenders: Kurd*innen, Iraner*innen, Afghan*innen, Usbek*innen, Aserbaidschaner*innen trugen dieses Kulturgut mit in ihre neue Heimat, doch meist von der Mehrheitsgesellschaft unbemerkt. Wir möchten 2017 alteingesessene und zugezogene Menschen in Sachsen-Anhalt zusammenbringen und das NEWROZ 2017 zu einem selbstgestalteten Fest der Kultur und Bildung für ALLE machen. Wir haben das Festival geöffnet in mehreren Dimensionen: Thematisch geht es weit über Newroz hinaus, zeitlich dehnen sich die Teilhabe-Festival-Module auf eine Festwoche aus und wir öffnen uns in die Stadt hinein durch unterschiedliche Spielorte.

Hier finden sich die einzelnen Module des Teilhabe-Festivals beginnend am 22.3. bis zum Höhepunkt und Abschluß am Abend des 25.3.

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Das Projekt wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen der Aktionen für eine Offene Gesellschaft.

„Der Pascha von Magdeburg“ Interkultur-Stadtspaziergang

Wir begeben uns auf Spurensuche nach deutsch-islamischer Vergangenheit, hören Geschichte(n) von Mehmed Ali Pascha aus Magdeburg, von Muslim*innen in Mitteldeutschland und Magdeburg vor drei- und vierhundert Jahren, in den beiden Weltkriegen und heute, sehen im Magdeburger Dom die Sandsteintürken und Kampfelefanten.

Wann? 22.3.2017, 15:30 – 17:30 Uhr
Wo? Treffpunkt: Tatarenturm hinterm Dom (Ecke Remtergang/Fürstenwall)

Bitte anmelden bei Dr. Mieste Hotopp-Riecke (newroz@jugend-lsa.de) oder unter 015731758823. Die Führung wird bei Bedarf zweisprachig angeboten. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

GeoCaching-Safari

Mit dem Team der Zeitreise-Manufaktur Magdeburg erkunden wir den Stadtraum mittels GPS und Tablets auf interkulturellen Spuren von Architekturen, Gerüchen, Denkmalen, exotischen Speisen und bunten Erinnerungsorten zwischen Magdeburg und dem globalen Süden.

Wo? Treffpunkt Eingang Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Wann? 23.3.2017, 15:00-18:00 Uhr

Anmeldungen bitte an newroz@jugend-lsa.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ausstellung Back to Rojava.Fotoausstellung.

Im Rahmen des Newroz-Teilhabe-Festivals zeigen wir Fotografien aus Südwest-Kurdistan / Nordost-Syrien, auf kurdisch genannt Rojava. Bilder der Aufklärung und der Solidarität. Die Foto-Ausstellung zeigt die Zerstörung, aber auch den Aufbruch in Rojava. Heute erproben die syrischen Kurd_innen das Experiment einer direkten kommunalen Demokratie und damit auch die Möglichkeit von Konfliktlösungen jenseits der alten, von Überwachen und Strafen geprägten Kultur der Gewalt. Ihre politischen Institutionen legen großen Wert auf die Beteiligung der Frauen nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in den politischen Entscheidungsgremien und Bildungseinrichtungen. Ein neues Gesundheitswesen wird aufgebaut, eine eigene Polizei entsteht. In den Schulen lernen die Kinder Arabisch und Kurdisch: ein absoluter Tabubruch mit den Jahrzehnten unter dem Assad-Regime.

Ein Projekt von attenzione photographers / Civaka Azad. Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. / medico international / Rosa Luxemburg Stiftung. Koordinierungskreis Syrien/Nordirak/Rojava online 

siehe auch: https://www.medico.de/back-to-rojava-16301/

Wo? Foyer & Scheune im Kulturzentrum Moritzhof, Moritzplatz 1, 39104 Magdeburg
Wann? 25.3.2017, 18.00 Uhr

Filme + Diskussion

„Haymatloz. Exil in der Türkei“

Direkt nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professor*innen ihre Stellungen an deutschen Universitäten. Es flüchteten zahlreiche Intellektuelle, Jüdinnen und Juden sowie Antifaschist*innen in das unbekannte Exilland Türkei. Die Filmemacherin Eren Önsöz begleitet einige Nachkommen dieser Professoren an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei. An der Modernisierung der Türkei waren die renommierten Deutschen wesentlich beteiligt. Doch was ist von dem Kultur- und Wissenstransfer unter Premier Erdoğan übrig geblieben? Wo doch heute in der Türkei die Atatürkschen Reformen rückgängig gemacht und laizistische Strukturen aufgelöst werden. Gilt das auch für die Bemühungen der Exilant*innen? Inmitten der weltweiten Flüchtlingskrise wirft der Dokumentarfilm hochaktuelle Fragen auf und beleuchtet das Schicksal der akademischen Elite Deutschlands im türkischen Exil: Verfolgt, hofiert und „haymatloz“.

Mit der Regisseurin Eren Önsöz wird der Moderator, Kabarettist und TV-Talker Lars Johansen über ihren Film „Haymatloz“ ein Filmgespräch führen, in das auch Jochen Schrader mit einstimmt. Jochen Schrader ist der Urenkel von Friedrich Schrader aus Wolmirstedt, der bereits eine Generation früher – vor dem Ersten Weltkrieg – in das Osmanische Reich emigrierte und dort zu den führenden Intellektuellen aufstieg, zwei Dutzend Sprachen beherrschte und sich als Publizist für Völkerverständigung und Frauenrechte einsetzte. Thema ist also Migration einmal anders herum: Deutsche in der Türkei im 20. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Welt-Kriege und Deportationen.

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Kino unterm Dach
Wann? 25.3.2017, 14:00 Uhr

Die Veranstaltung findet auf türkisch und deutsch statt und richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, da die Platzzahl begrenzt ist –> newroz@jugend-lsa.de

„Wasserläufer“

Der 12-jährige Djudi ist mit seiner Familie vor dem Krieg aus Syrien nach Istanbul geflüchtet. Da sie dort keinerlei Unterstützung erhält, bestreitet die Familie ihren Lebensunterhalt mit dem Straßenverkauf von Wasser und Brezeln. Durch Momentaufnahmen aus ihrem Alltag enthüllt die Dokumentation ein bewegendes Familienschicksal und zeigt, welche Träume, Wünsche und Hoffnungen durch eine Flucht auf der Strecke bleiben.

Das Filmgespräch führen Beston Zirian Ismael  (Leipzig, Regisseur) und Lars Johansen (Magdeburg, Kolumnist/Moderator/Kabarettist).

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Kino unterm Dach
Wann? 25.3.2017, 16:45 Uhr

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnisse. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, da die Platzzahl begrenzt ist.

Poetry Slam „Meine Spuren, meine Welt“

mit Bestseller-Autor Jaromir Konecny.

Der böhmisch-bayerische Schriftsteller Jaromir Konečny, mehrfacher deutscher Poetry-Slam-Meister und erfolgreicher Bestseller-Autor (Doktorspiele, DönerRöschen) begibt sich mit alteingesessenen und zugewanderten jungen Menschen und jungen Kolleg*innen von „Halternativ“ e.V. auf Spurensuche nach dem Ich und dem Woher und Wohin, nach dem Hierbleiben oder Weggehen, nach Sehnsucht und Aufruhr.

Kleine Poetry-Stücke werden am Abend auf der Bühne geslämmt…

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Galerie
Wann? 25.3.2017, 14:00-18:00 Uhr

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, da es einebegrenzte Teilnehmer*innenzahl gibt.

Lesung Newroz erlesen.

Wir hören Geschichten vom Schmied Kawa, von Drachen, von tyrannischen Herrschern und Widerstand, vom Kind-Sein im Nahen und Mittleren Osten, von bunten Newrozfeiern, gutem Essen, Sehnsucht nach Freiheit und Frieden. Kinderbücher auf kurdisch und deutsch werden gemeinsam vorgelsesen und besprochen.

Wo? Kulturzentrum Morizhof,
Wann? 25.3.2017, 16.00-18.00 Uhr

Die Veranstaltung findet auf kurdisch (kurmancî) und deutsch statt und richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Workshops

Informationen zu einem Videoworkshop, einem Tanzworskshop, einem Trommelworkshop sowie einem interkulturellen Kochkurs der arabisch-kurdischen Küche folgen demnächst.

Bühne & Konzert

Im ersten Teil des Bühnenprogramms werden Gedichte vorgetragen, die Theatergruppe „Mein Weg“ zeigt eine Uraufführung auf arabisch, deutsch und kurdisch, der syrische Autor Ammar Awaniy liest aus seinem Manuskript „Die Fackel der Angst. Von Homs nach Magdeburg“ und eine Tanzgruppe zeigt kasachische Tänze. Ergebnisse des Poetrs-Slam-Workshops mit Jaromir Konecny werden diesen ersten Teil beschließen.

Im zweiten Teil des Abends gibt es nacheinander Konzerte verschiedener Künstler*innen und Bands: die Koma Siwa, die Gruppe Rêga, die Martin-Rühmann-Band und Ferhat Tunç & Band. Ferhat Tunç ist einer der bekanntesten kurdischen Sänger und Musiker der Türkei. Er stammt aus Dersim und ist seit Jahrzehnten in der Menschenrechtsbewegung und als Publizist aktiv.

Wo? Kulturzentrum Moritzhof, Scheune.
Wann? 25.3.2017, 18:30-22.30 Uhr

Die Veranstaltung findet auf deutsch, türkisch, kurdisch, arabisch und persisch statt und richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Deutschkenntnissen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Vernissage / Konferenz / Workshops / Soirée

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Im September 2016 beschäftigten sich dutzende Jugendliche aus alteingesessenen und zugewanderten Familien zusammen mit Pädagog*innen und Wissenschaftler*innen mittels Modulen aus interkultureller, politischer Bildung und Geschichtslernen mit den Themen Fremdheit, Stereotypen, Nord-Süd-Beziehungen und Euro-Islam-Debatten.

Seminarwoche  6.-11.9.2016 in Magdeburg

Seit den Fluchtbewegungen der letzten Monate, verursacht durch Kriege im Nahen und Mittleren Osten, ist das Phänomen Islam und Muslime in Deutschland ein omnipräsentes Thema, das teils zu hysterischen medialen und gesellschaftlichen Debatten führt. Eine Veranstaltung in Magdeburg, bestehend aus einer Fotoausstellung, einer Soirée, diversen Workshops und einer Konferenz, wollte mittels verschiedener Formate politisch-kultureller Bildungsangebote zur Versachlichung dieser Debatten beitragen. In den Blick genommen wurden Themen wie Fremdheit, Flucht, Integration, Akzeptanz, Heimat und Nähe.

Durch die Einbeziehung zahlreicher Migrant*innenselbstorganisationen und geflüchteter Menschen, die erst in jüngster Zeit bei uns Zuflucht fanden, verwirklichen wir erneut unseren Ansatz von partizipativer, integrativer Projektumsetzung kultureller und historischer Bildung. Gemischte Gruppen bestehend aus Alteingesessenen, internationalen Student*innen, jungen Geflüchteten und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie paritätisch besetzte mehrsprachige Betreuer-Teams garantieren ein hohes Niveau von Erkenntnisgewinn und Austausch.

Flyer und das Exposée zur Veranstaltung gibt es hier zum download. Eine Rückschau auf die Soirée, erstellt vom VideoWorkshopTeam des Offenen Kanals Magdeburg gibt es hier. In der krimtatarischen Zeitschrift Avdet erschien ebenfalls ein Bericht (als pdf zum download hier).

Informationen zu den einzelnen Modulen:

Vernissage „Projekt Würde“

8.9.2016, Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft Magdeburg, Brandenburger Str. 9,   19:00-20:30 Uhr (http://projekt-wuerde.de/)

Künstler*innen: Thomas Peschel-Findeisen, Peter Schaller und Maria-Luise Berger (Fotograf*innen), Ender Yemeniçioğlu, (Bağlama), Dzhuliya Gerassimova (Fotografie & IT-Design)

  • Fotografie-Ausstellung von/mit geflüchteten Menschen aus zwei dutzend Ländern erweitert durch kommentierte historische Fotos des Magdeburger Architekten / Fotografen / Militärs Otto Stiehl und aktuellen Arbeiten von tatarischen und aserbaidschanischen Magdeburger*innen.

Soirée im Kaiser-Otto-Saal

Kulturhistorisches Museum, 9.9., 19:00 – 21:00 Uhr.           Mitwirkende:  Vortragende der Konferenz mit Kurzreferaten sowie Präsentations-Teams mit ersten Ergebnissen der Workshops und Einblicken in diverse  Interkulturprojekte. Sowie die Künstler*innen:

  • Martin Rühmann & Freunde, „Genau so!“ und Lieder aus dem Begleitprogramm von „Heimat im Krieg 1914/18“
  • Fremd in der neuen Heimat? Interkulturprojekte stellen sich vor I: „Tanz die Heimat / Arche 2.0“ (DJ Moe, Stendal/Damaskus, Projekt „Dehnungsfuge“) & Projekt „Resonanzboden“ der lkj LSA e.V.
  • Dschemil Kharikov, verdienter Künstler der Ukraine + Band
  • „Meine Geschichte / our Stories“, ein CrossMedia-Projekt der Hochschule Magdeburg-Stendal, Lesung
  • Temur Vakhabov, Violinist (Usbekistan/Krim/Berlin; Philharmonie der Nationen unter Justus Frantz)
  • Interkulturprojekte stellen sich vor (II): „Eigene Spuren suchen. Neue Welten gestalten“ (lkj Sachsen-Anhalt e.V.)
  • Ildar Kharisov, Komponist/Turkologe/Pianist, Berlin; Präsident der Gesellschaft für OSTEUROPA-FÖRDERUNG e.V.
  • Dj Moe Z., Soundengineer/DJ, Stendal/Damaskus
  • Interkulturprojekte stellen sich vor (III): „Kiezrebellion. Denn die Stadt gehört uns allen!“, lkj) Sachsen-Anhalt e.V. (Workshops aus Kalligraphie, GeoCaching und Fotografie)
  • The Sharks (Rock´n Roll im 21. Jh.aus Magdeburg), Dennis Butewitz, Viktor Subbota, Jewgenij Reichel

Unsere Projektpartner vom Offenen Kanal Magdeburg und der Projektgruppe „Our Stories“ erstellten in einem VideoWorkshop mit jungen Teilnehmer*innen von „Fremde.Nähe.Heimat“ eine Dokumentation der Soirée hier.

Djemil Karikov

Die Workshops 6.9.-11.9.2016:

Parallel zur Konferenz sowie davor und danach finden mit den Konferenzteilnehmer*innen zusammen sowie erfahrenen Teamer*innen im Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft Brandenburger Straße, in den Räumen der Otto-von-Guericke-Universität, der Hochschule Magdeburg-Stendal und der „Kritzelstube Magdeburg“ folgende Workshops statt.

Fotografie

Der Magdeburger Architekt und Militär Otto Stiehl und die Fremden. Otto Stiehl benutzte seine Fotografien von Fremden (Muslimen, Hindus, Sikhs u.a.) für das Schaffen von Feindbildern im Ersten Weltkrieg. Wir beschäftigen uns mit Feindbildern von gestern und heute  / Ergebnisse ergänzen die Foto-Ausstellung „Projekt Würde“.                       Verantwortlich: ARGAMAK, Verein der tatarischen Jugend Deutschlands & Die Wählerischen (HS MD-SDL)

Druckwerkstatt

Die ersten Druckereien der Muslime im östlichen Europa schossen vor allem im 18./19. Jh, im Wolga-Ural-Bereich wie Pilze aus dem Boden. Eine besondere Rolle spielte hier die islamische Reformbewegung des Dschadidismus. In Deutschland erschienen zwischen 1914 und 1918 erstmals Zeitungen auf Urdu, Persisch, Arabisch, Tatarisch und Hindi. Wir entwerfen, zeichnen und drucken unsere Eindrücke rund um das Thema Islam in Mitteldeutschland bzw. Fremde, Nähe und Heimat selbst.             Verantwortlich:  Monotypie Kiraton

Kalligraphie-Werkstatt „Wie schön sind unsere Namen“

Wir beschäftigen uns mit der Schönheit der Schriften, experimentieren mit verschiedenen Farben, Stiften und Pinseln, lassen der Phantasie rund um unsere Namen freien Lauf. Wie schön kann es sein, den eigenen Namen oder ein bestimmtes Thema mal anders als gewohnt in Szene zu setzen.          Verantwortlich:    Kritzelstube Magdeburg-Buckau, I 6.9., 16-19:30 Uhr; Anmeldungen unter office@icatat.de

GeoCaching

Der Pascha von Magdeburg / Eine GeoCaching-StadtSafari führt die Teilnehmer*innen zu historischen und aktuellen Orten deutsch-islamischer Interkulturbegegnungen in Magdeburg. Vom Tatarenturm am Magdeburger Dom und Geschichten von Magdeburgern im Orient und muslimischen Soldaten in Magdeburg bis zum „Goldenen Zelt zu Magdeburg“                  Verantwortlich war hier die Zeitreisemanufaktur Magdeburg in Kooperation mit ICATAT und „Kiezrebellion„.

Barbaren / Alliierte / Migranten

Virtuelle Exkursion nach Wünsdorf auf den Spuren des Magdeburger Architekten und Militärs Otto Stiehl. Er war Kommandant des Lagers für muslimische Kriegsgefangene, wo die erste Moschee Deutschlands entstand, spätere Generationen von deutschen Muslimen beziehen sich nach wie vor auf diese Ereignisse während und nach dem I. Weltkrieg.               Verantwortlich: Tatarlar Deutschland e.V. und das Brandenburg-Preußen-Museum, Wustrau.

Tanz die Heimat

HipHop, Volkskunst, Rap;  Mit Geflüchteten Menschen, mit Einwanderer*innen und Neumagdebürger*innen aus anderen Teilen Deutschlands kommen zu uns auch neue Melodien, neue Musikstile, Instrumente und Tontechniken. Wir schauen uns um, hören in unseren Alltag hinein und entdecken vermeintlich Fremdes in der eigenen Musikkultur und kreieren zusammen kleine Musik-Samples.              Verantwortlich:  Freunde Palästinas / Team Dehnungsfuge Stendal, DJ Moe / IKUS (angefr.); Vom 8.-11.9.2016. Anmeldungen unter: office@icatat.de

„Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Akteure, Strategien und Gefahren.“

Die Ausgrenzung von Menschen durch die Mehrheitsgesellschaft ist in Deutschland alltäglich. Dies hat weitreichende Folgen sowohl für Betroffene, als auch für das Klima in der Gesellschaft. In einem Workshop wollen wir mit euch über Akteure, Strategien und Gefahren von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sprechen, aktuelle Entwicklungen betrachten und den Ursachen menschenverachtender Ideologien auf den Grund gehen. Außerdem wird es um Handlungsstrategien gegen Rechts und die Utopie einer Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung gehen.“.                  Verantwortlich: Netzwerk Demokratie & Courage; 9.-10.9.2016, 13:00-19.30, Anmeldungen unter office@icatat.de

Hallo Islam!?  Film & Videowerkstatt & HörMemorie

„Meine Geschichte / our Stories“, und „Hallo Islam!?“ sind Projekte von Student*innen aus Magdeburg (CrossMedia-Plattform „Die Wählerischen“ der Hochschule Magdeburg-Stendal und Offener Kanal Magdeburg). Erste Audio-Aufnahmen von Muslimen in Mitteldeutschland wurden in den Kriegsgefangenenlagern des Ersten Weltkrieges in Mitteldeutschland aufgenommen und vom Musikethnologen / Turkologen Ildar Kharissov bearbeitet, der den Workshop begleitet. Die verschiedenen Module von „Fremde Nähe Heimat“ werden parallel dokumentiert. Verantwortlich: Die Wählerischen (Hochschule Magdeburg-Stendal) / Offener Kanal MD. Vom 7.-11.9.2016

Ortsnamen als Grenze zwischen Fremde und Nähe (Geschichte und Namenskunde)

Mit uns wandern auch unsere Erinnerungen und unsere Namen. Welche slawischen, deutschen und türkischen Namen begegnen sich hier bei uns und im Osten Europas. Welche Bedeutung haben sie und was haben sie mit unseren Vorfahren zu tun? Diese Wechselblicke reichen weit in die Geschichte zurück, die sowohl bei uns hier in Mitteldeutschland als auch in der alten Heimat von vielen Namenswechselns gekennzeichnet sind.  Verantwortlich: Initiative Qirimli, Stendal/Berlin/Hannover;  Anmeldungen unter: office@icatat.de  Vom 8.-11.9.2016.

Die Konferenz  „Muslime in Mitteldeutschland gestern und heute“

Freitag 9. und Samstag 10. September, Otto-von-Guericke-Universitätsbibliothek Magdeburg, 14-17:30 Uhr.

Die Konferenz befasst sich wissenschaftlich mit den  Themen Muslime in Mitteldeutschland/Mitteleuropa während der Zeit des I. Weltkrieges vor 100 Jahren sowie Kriegen und Flucht in der Gegenwart. Aber auch gegenläufige Phänomene wie die Karrieren von Deutschen im Orient werden diskutiert. Tausende Muslime waren 1914-18 als Kriegsgefangene aber auch als Lehrlinge, Student*innen, Geschäftsleute und Militärs in unseren Breitengraden anwesend – heute werden dagegen vor allem Zuwander*innen und Flüchtlinge als Bedrohung wahrgenommene. Wir fragen, zeigen, diskutieren: Wie war die Situation von Fremden, unter anderem Muslimen im Mitteldeutschland des ausgehenden Kaiserreiches und der früheren Weimarer Republik? Wie stellt sich die Situation heute dar? Welche Spuren hinterließen Osmanen, Türken, Tataren und Baschkiren bei uns, wie begegneten sich Einheimische und Fremde? Welche gegenläufigen Bewegungen gab es aus Preußen, Anhalt und Sachsen Richtung Orient und welche Potenziale lassen sich daraus heute entwickeln bezüglich Tourismus, Fachkräftemangel und kultureller Vielfalt? Expert*innen aus den Bereichen Geschichte, Islamwissenschaft, Turkologie und kultureller Bildung laden dazu ein, in verschiedenen Formaten diese Themen zu bearbeiten und sichtbar zu machen.

Mit Gästen aus Tatarstan, Syrien, Türkei, Litauen, Dagestan, Republik Krim, Polen, u.a.:

  • Ismail Kerimov, Krim-University for Engineering and Pedagogics, Director of the Institute for Crimean Tatar History, Language, Culture and Literature, Aqmescit/Simferopol, Republik Krim
  • Marat Gibatdinov, Head of the Research Centre for History of National Education, Academy of Science, Republic Tatarstan
  • Adas Jakubauskas, Historiker, Lithuania,-member of the World Congress of Crimean Tatars
  • Swetlana Czerwonnaja, Institute for Human Anthropology, Copernicus-University Torun, Polen
  • Ildar Kharissov, M.A., Musikethnologe, Präsident Ges. für Osteuropa-Förderung.
  • Iskander Gilyazov, Institut der tatarischen Enzyklopädie, Föderale Staatsuniversität Kasan, Republik Tatarstan, Russländische Föderation
  • Temur Kurshutov, KIPU Aqmescit/Simferopol, Krim
  • Hüseyin Çiçek, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Centre for Islam & Law in Europe
  • Ramazan Alpaut, Politologe, Journalist, Republik Dagestan, RF
  • Stephan Theilig, Direktor Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau / Vorstand ICATAT
  • Ralf Regener, M.A., Fachreferent, Universitätsbibliothek Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Mieste Hotopp-Riecke, Direktor ICATAT Germany

Informationen / Texte / Fotos der Veranstaltung bitte anfragen unter: office@icatat.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universitäts-Bibliothek und dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg, mit der Zeitreise-Manufaktur, dem Projekt „Kiezrebellion“ der lkj Sachsen-Anhalt, Meridian e.V., der Crossmediaplattform „Die Wählerischen“, Hochschule Magdeburg-Stendal, dem Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt, der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung e.V., der Kritzelstube Magdeburg, dem Projekt „WÜRDE“ u.v.a.m.

The 7. ICATAT-Summer-Colloquium succesfull conducted @ University Greifswald / Branche Hiddensee Island from June 24. to July 2. Theme of our annual meeting this year was „Mare Balticum: Kreuzwege der Inspiration“ / „Mare Balticum: crossroads of Inspiration“ with discussions, workshops and lectures concerning botanics ( rheum barbaricum / flora tartaricea), intellectualls between Urals, Bosphorus and Baltic Sea; uprising in totalitarian systems; Muslim broadcasting in Northern Countries, literature and stereotypes; EuroIslamDiscourses in Germany and Eastern Europe as well as art and inspiration @ Hiddensee, Crimea and Princess Islands @ Marmara Sea. We would like to thank all of our supporters, partners and paricipants!  See us next year at Hiddensee Island.

Das ICATAT präsentierte viersprachig in der „Langen Nacht der Wissenschaft“ der LandeshauptstadtLogo_LNdW16_CMYK_eckig_mit_blauem_bg Magdeburg Ausschnitte aus Forschung und Lehre im Kontext von Turkologie, Philologie und Geschichtsforschung mit innovativen, regionalen Komponenten. Die diesjährige „Lange Nacht der Wissenschaft“ fand statt am 21. Mai 2016. Eröffnung war im Wissenschaftshafen Magdeburg und als diesjähriges Motto wurde „Magdeburg Weltweit“ gewählt.

Vor einer Podiumsrunde mit den Kolleginnen Dr. Ayşe Yaralı (Magdeburg/Türkei), Kerstin Stork und Prof. Dr. Sanaz Mostaghim (Magdeburg/Iran) wurde auf der Pressekonferenz zum AuftaktCountdown im Leibniz-Institut für Neurobiologie  explizit das ICATAT ob seiner exzellenten internationalen Vernetzung und als Best-Practice-Beispiel stellevertretend für die über 200 Programmpunkte von dutzenden Instituten der Stadt hervorgehoben und gewürdigt.

In der Bibliothek der Otto-von-Guericke-Universität gab es ab 18.00 Uhr am 21. Mai Crashkurse Türkisch und Einblicke in die Geschichte des Islam in Mitteldeutschland. Wie intensiv international vernetzt Magdeburg ist, zeigt eine Weltkarte der internationalen Kooperationen an. Einen virtuellen Gruß dazu schickten unsere Kolleg*innen der Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan. Von 18 bis 23 Uhr folgten über 200 Interessierte unseren halbstündlich wechselnden Angeboten, Danke an ALLE, ein toller Erfolg!

Flyer zu den ICATAT-Veranstaltungen finden sich hier zum download.

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«Tatar documents in Polish Archives».
An mutual event by Institute of History „Shihabetdin Marjany“, Academy of Sciences, Republic Tatarstan; by Academy of Sciences Poland; University Warsaw and Institute for Caucasica-, Tatarica- and Turkestan Studies Germany (ICATAT) Warsaw, 31 march – 1 april 2016
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The international research project „Yazma Miras / Textual Heritage“ conducted by the Institute for History, Academy of Sciences, Republic of Tatarstan, is inviting all interested colleagues and journalists in order to discuss prospects, progress and aims of the „Yazma Miras“-project. That are investigations, categorisation, translation, analysis and publication of unpublished documents concerning Tatars in Archives of Russian Federation, Germany, Japan and from 2016 onwards also Poland, in order to publish such sources as examples and impulsions for following generations of scholars and common research projects in our countries.
31 March 12.00-13.30 Documents exhibition (Archiwum Główne Akt Dawnych, Dluga Street no. 7)
31 March 17.00-19.00 Round table Symposium (Institute of History of the University of Warsaw (Main Campus, Krakowskie Przedmiescie 26/28)
Participants/ Guests:
  • Prof. Dr. Dariusz Kołodziejczyk (Institute of History of the University of Warsaw, Director)
  • Dr. Marat Gibatdinov (Marjani Institute for History, Centre of History and Theory of the National Education) – “«Yazma Miras/ Written Heritage» – A new research and publishing project of Marjani Institute for History: first results and prospects”
  • Mieste Hotopp-Riecke (ICATAT, Director), Dr. Stephan Theilig (Brandenburg-Prussia Museum Wustrau, Director) – „New records of old heritage – Documents of regional and private archives regarding Muslim Tatars in Polish-German context: chances, potentials, expectations“
  • Dr. Andrzej Gliwa (Institute of History of the University of Warsaw), Hybrid shape of „Maniere de Faire la Guerre des Tartares“ in the Crimean and Budjak Hordes Art of War in early modern period.
  • Dr. Artur Konopacki, (University of Białystok, Faculty of educational science und Psychology, Institute of history of education) “Tatar documents in sets of the archive and the museum in Białystok”
  • Prof. Dr. Andrzej Zakrzewski, (University of Warsaw, Associate Professor, Fakulty of Law and Administraion, head of the department of history of polish state and law
  • Prof. Dr. Adas Jakubauskas, historian, author; Mykolas Romeris University Vilnius; advisory board at the Association of Tatar Communities of Lithuania
  • Rev. Ramil Bilal (Imam-khatib of theMuslim community of Finland, PhD Candidate of Helsinki University)
  • Dr. Andrzej Drozd, historian / turkologist; Assistant Professor at Asia Studies at Adam Mickiewicz University PoznanFor further informations please do not hesitate to contact Dr. Marat Gibatdinov / Марат Гибатдинов under  marmingi@mail.ru          PressInformation for download here

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Die im Spätsommer 2015 initiierte ICATAT-Kampagne „Neue Heimat / الوطن الجديد“ für eine nachhaltige Implementierung von mehr Bildung und Emphathie in einer sich neu entwickelnden Willkommenskultur ist erfolgreich angelaufen. Im Herbst und Winter 2015/16 führten wir Seminare und Workshops durch, veranstalteten Stadtrundgänge und Vortragsabende. Dutzende geflüchtete Menschen aus Syrien, Irak und Afghanistan, Magdeburger Student*innen aus über zehn Ländern, Senior*innen und Schüler*innen kamen zusammen, um sich mit gemeinsamer Interkultur-Geschichte, mit Phänomenen wir Integration, Migration, Empowerment und Transkulturalität zu befassen. Dank der Förderungen durch unterschiedliche Stiftungen und Institutionen konnten diese Veranstaltungen durchgeführt werden und sollen ende 2016 in einer Publikation zusammenfließen. Erste Drittmittel für das Buch „Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg. Ein Lesebuch zur Interkulturgeschichte Sachsen-Anhalts“ konnten bereits eingeworben werden. Illustrationen wurden ebenfalls in Workshops erstellt, Verhandlungen mit Verlagen laufen in Zusammenarbeit mit dem Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau und der Landeszentrale für politische Bildung.

Ein herzlicher Dank für Unterstützung und Kooperation geht an die Islamische Gemeinde Magdeburg, an die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen LAGFA und die Freiwilligen-Agentur Magdeurg, an die Volkshochschule Magdeburg, Tatarlar Deutschland e.V., die Landesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung und viele weitere Partner.

Declaration by the Society for Turkic, Ottoman and Turkish Studies (GTOT)

Acedemic Freedom in Turkey

The Society for Turkic, Ottoman and Turkish Studies (GTOT), an academic disciplinary society and representative institution, is highly worried about the repressions to which over 2.000 colleagues in Turkey are subjected due to their support for a petition calling for peace in Southeast Anatolia.

The freedoms of thought and opinion are not only the basis of every democratic society but also of all academic activity. This includes the inalienable right to criticize government policies. In its constitution, by signing the Universal Declaration of Human Rights, through its membership in the Council of Europe, and by virtue of its application for membership in the European Union, Turkey and its government have explicitly and publicly declared their support for these rights.

Regardless of the contents of the petition for peace, we regard the rigid course of action against these academics by the Turkish Judiciary, the Council of Higher Education (YÖK), and some university administrations as contradictory to international norms and values. Among the signatories of the petition are academics of high international standing and many junior scientists with an international educational background, constituting a considerable proportion of the current and future academic elite of Turkey.

Especially as friends of Turkey, we call on the Turkish government to recognize the important role of academia in the formation of public opinion, to consider it as an expression of the lively democracy in Turkey, and to conduct the public debate based on arguments, not repression. GTOT e.V. will directly and through European academic societies and university administrations attempt to facilitate a dialogue with the Turkish institutions and universities concerned in order to achieve a moderating effect and to strengthen the acceptance of freedom of thought and academic freedom in Turkey.

ICATAT-members and associate academicians are supporting this statement whithout any limitations.

Here the gtot-statement as pdf file for download.

Erklärung der Gesellschaft für Turkologie, Osmanistik und Türkeiforschung e.V. (GTOT)

Akademische Freiheit in der Türkei

Die  Gesellschaft  für  Turkologie,  Osmanistik  und  Türkeiforschung  e.V.  als  wissenschaftliche Fachgesellschaft   und   akademische   Vertretung   ist   in   höchstem   Maße   besorgt   über   die Repressalien, denen inzwischen über 2.000 Kolleginnen und Kollegen in der Türkei wegen der Unterstützung eines Friedensaufrufs für Südostanatolien ausgesetzt sind. Grundlage   jeder   demokratischen   Gesellschaft   und   der   Wissenschaft   ist   Gedanken- und Meinungsfreiheit.
Dazu    gehört    auch    das    unveräußerliche    Recht    zu    Kritik    an    der Regierungspolitik.  Durch ihre  Verfassung, die  Unterzeichnung  der  Allgemeinen  Deklaration  der Menschenrechte,  die  Mitgliedschaft  im  Europarat  und  den  Beitrittsantrag zur  Europäischen Union hat sich auch die Türkei und ihre Regierung explizit und öffentlich zu diesen Grundwerten bekannt.
Daher  betrachten  wir,  ungeachtet  der  Inhalte  des  Friedensaufrufs,  das  massive Vorgehen  der türkischen  Justiz,  des  Rats  für  Höhere  Bildung  (YÖK)  und  einiger  Universitätsleitungen  gegen diese   Akademikerinnen   und   Akademiker   als   den   internationalen   Normen   und   Werten widersprechend.  Unter  den  Unterzeichnerinnen  und  Unterzeichnern  des  Aufrufs  finden  sich international  hoch  angesehene  türkische  Wissenschaftlerinnen  und  Wissenschaftler  sowie  viele international  ausgebildete  Nachwuchskräfte,  mithin ein  beträchtlicher  Teil der  gegenwärtigen und zukünftigen akademischen Elite der Türkei.
Gerade als Freunde der Türkei appellieren wir an die türkische Regierung, den wichtigen Beitrag der  Wissenschaft  zur  öffentlichen  Meinungsbildung  als  Ausdruck  der lebendigen  türkischen Demokratie zu sehen und die öffentliche Diskussion mit Argumenten und nicht mit Repressalien zu  führen.  Die  GTOT  e.V.  wird  auch  über  europäische  Wissenschaftsorganisationen  und Universitätsleitungen  versuchen,  den  Dialog  mit  den  entsprechenden  türkischen  Institutionen und  Einrichtungen  zu  fördern,  um  mäßigend  einzuwirken  und in  der  Türkei  ein  größeres Verständnis für Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit zu erreichen.

Zum 110. Geburtstag des tatarischen Nationaldichters

26./27. Februar 2015 im Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft und im Literaturhaus Magdeburg

Eine Kooperation von Tatarlar Deutschland e.V., der Landesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. und dem ICATAT Deutschland in Kasan, Berlin und Magdeburg.

Der tatarische Nationaldichter Musa Mostafa ulı Dschalil wurde am 2. Februar 1906 in Mustafino, Gouvernement Orenburg, Russland geboren und 1944 am 25. August in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Cover Dschalil

Als Jugendlicher schrieb er nach seiner Ausbildung in einer der modernsten Koranschulen Rußlands Gedichte für die Zeitschrift „Roter Stern“. Als Vorsitzender des Schriftstellerverbandes der Republik Tatarstan verfasste Dschalil Gedichte, Prosa, Theaterstücke und arbeitete mit an Opern, Zeitschriften und Radiosendungen. 1941 wurde er als Politoffizier in die Rote Armee einberufen. 1942 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft und wurde in Wustrau bei Berlin interniert. Dort wurde er der Legion Idel-Ural, einer von zahlreichen muslimischen Einheiten der Wehrmacht zugeteilt. In dieser Legion, in der hauptsächlich Tataren und Baschkiren auf deutscher Seite gegen die Sowjetunion eingesetzt wurden, war Dschalil als prominenter Intellektueller zuständig für Kulturarbeit, unter anderem für die Theatergruppe und die Redaktionsleitung der tatarischen Wehrmachts-Zeitschrift. Innerhalb dieser offiziellen Wehrmachtsarbeiten gründete Dschalil eine geheime Gruppe, die sich an Sabotageakten gegen die Deutschen beteiligte. Sie legten selbstgedichtete antifaschistische Poeme in die Wehrmachtszeitschriften ein. Als diese Aktivitäten im August 1943 ans Licht kamen, wurde er verhaftet und ins Zellengefängnis Lehrter Straße in Berlin gebracht. Am 12. Februar 1944 wurde er mit zehn anderen Tataren vom 2. Senat des Reichskriegsgerichts in Dresden wegen „Zersetzung der Wehrkraft, Feindbegünstigung und Kriegsverrats“ zum Tode verurteilt und am 25. August desselben Jahres um 12:18 Uhr in Plötzensee hingerichtet.

plakat mit tschulpan und Nazirä - Kopie

Präsentieren in Magdeburg ein Jugendworkshop-Ergebnis, das Poster der frischen Schulpartnerschaft zwischen Neuruppin und Moskau: Dr. Stephan Theilig (ICATAT), Tschulpan Salilova, Tochter des Poeten, Mieste Hotopp-Riecke (ICATAT) und Nasira Fattakhowa, Leiterin des Musa-Dschalil-Museums in Kasan, Tatarstan

Während seiner Gefangenschaft in Berlin schrieb Dschalil weiterhin Gedichte, die unter dem Namen Moabiter Hefte weltbekannt und in 60 Sprachen übersetzt wurden. Etliche Bücher, Filme, Radiosendungen und Theaterstücke befassen sich mit Mythos und Leben Musa Dschalils. In Magdeburg wurden erstmals Neuübersetzungen aus dem Tatarischen ins Deutsche, Französische und Türkische vorgetragen, die die ICATAT-Mitglieder Anne Lequy und Ender Yemeniçioğlu besorgten sowie eine deutsche Uraufführung des preisgekrönten Dokumentarfilms „Musa Dschalil – verurteilt zur Unsterblichkeit“ (mit deutschen Untertiteln von Venera Vagizova und Mieste Hotopp-Riecke) präsentiert. Im Seminar bearbeiten jugendliche Flüchtlinge und Alteingesessene gemeinsam Themen wir Heimat, Krieg, Frieden, Identität, Nationalismus und Islamophobie.

     (*Aus: „Mein Geschenk“ in „Moabiter Hefte“)

Programm

Freitag  26.2.2015

Jugend-Geschichtswerkstatt „Europäische Held*innen“ im Forum Gestaltung Magdeburg / Räume der .lkj) LSA

12.00     Begrüßung / Welcome
12.30     Einführungsreferate & Film „Khaytarma“ (zum Schicksal A. K. Sultans)
14.45     Workshop-Einheiten A
16.00     Kaffee-Pause
16.15     Workshop-Einheiten B
17.30     Resüme / Abschlussdiskussion

Soirée   „Fern, in die Heimat, schwingt mein Lied“ im Literaturhaus Magdeburg

19.00   Begrüßung
19.15    Lesung, Klassik, Kurzreferate
20.15    Pause
20.25   Making of. Worte zu Musa Dschalil im deutschen, tatarischen und russischen Film
20.35   Film-Uraufführung „Musa Dschalil – verurteilt zur Unsterblichkeit“ (2015, OmU)
21.00   Fildiskussion / Ausklang / Büffet
22.30    Schluss

Samstag 27.2.2015

10.00    Stadtführung „Tataren, Muslime, Sorben – Spurensuche in Magdeburg“
12:00    Diskussion zum Islam in Mitteldeutschland gestern und heute
13.00    Schluss

Als Referenten zu Gast waren in Magdeburg:

Tschulpan Salilowa, Tochter des Dichters Musa Dschalil
Rinat Sakirow, Weltkongress der Tataren, Kasan
Lenara Kutejewa, Weltkongress der Tataren, Kasan
Ildar Kharissov, Turkologe/Musikethnologe; Präsident der Gesellschaft für Osteuropaförderung
Nasira Fattachowa, Kasan, Direktorin des Musa-Dschalil-Museums in Kasan
Dr. Marat Gibatdinov, Institut für Geschichte, Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan, Kasan
Nina Praharsh, Regisseurin des Musa-Dschalil-Filmes, Sankt-Petersburg
Danil Schajmullin, Sänger, Kasan & Aygul Hismatullina, Sängerin, Kasan
Läisän Kalimullina, Doktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin
Rejska Lipičec, Jugend Europäischer Volksgruppen / Domowina; Studentin Uni Cottbus
Dr. Stephan Theilig, Direktor Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau, Historiker, ICATAT-Vizedirektor
Alsu Baryschnikowa, Konzertmeisterin, Kasan
Venera Gerasimov-Vagizova, Vorstand Tatarlar Deutschland e.V.
Rosa Habibullina, Kulturreferentin der Musa-Dschalil-Schule Moskau; Bevollmächtigte der tatarischen nationalen Kulturautonomie Moskau, Sängerin
Emilia Mustafina, Musa-Dschalil-Schule Moskau

Beteiligte / Referent*innen / Organisator*innen der Workshops & Soirée aus Magdeburg:

Igor Sinitsyn, Harmonia e.V., Bajanspieler, Wolmirstedt
Dzhuliya Gerassimov, Studentin OvGU Magdeburg, ARGAMAK, Verein der tatarischen Jugend Deutschland
Leila Saitowa, Meridian e.V. Magdeburg
Andreas Bales und Nicolas Stange, „Die Wählerischen“ Hochschule Magdeburg-Stendal
Günay Aghayeva, Deutsch-Aserbaidschanischer Kulturverein Sachsen-Anhalt e.V.
Ender Yemeniçioğlu & Anne Lequy, ICATAT
Roman Alieiev, Initiative „Qırımlı“, Stendal/Berlin

In der Jugendgeschichtswerkstatt „Europäische Held*innen: Musa, Mina, Ahmet und wir?“ beleuchteten wir tatarisch-deutsch-sorbische Helden, Heimat & Identität in Geschichte & Gegenwart im gemeinsamen Europa.

Aus Anlaß des 110. Geburtstages des wolgatatarischen Nationaldichters Musa Dschalil, desMina 45. Todestages des krimtatarischen Piloten Ahmet Khan Sultan sowie des 40. Todestages der sorbischen Dichterin Mina Witkojc trafen sich 2016 in Magdeburg Jugendliche, Journalist*innen, Künstler*innen und Akademiker*innen aus Russland, der Ukraine, Polen, Aserbaidschan, Armenien, der Türkei und Deutschland um unterschiedliche Bereiche wolga- und krimtatarischer, sorbischer und deutscher Kunst, Geschichte und Gegenwart zu diskutieren, zu reflektieren und zu feiern. In unserer Jugendgeschichtswerkstatt „Europäische Held*innen“ ging es also um drei Biografien: Die des Wolgatataren Musa Dshalil, der Sorbin Mina Witkoij und die des Krimtataren Amet Khan Sultan. Kurzbiografien der drei Persönlichkeiten wurden erarbeitet sowie ihre extremen Lebensbedingungen im Kontext von Gulag-System, Deportation, II. Weltkrieg, Vertreibung, Berufsverboten und politischer Repressionen komparativ diskutiert und etwaige Analogien und Unterschiede zu heutigen Entwicklungen im Kontext der Wolgatataren, Sorben und Krimtataren in ihren Mehrheitsgesellschaften betrachtet.

Alle drei Lebensläufe und ihre Rezeption bzw. Instrumentalisierung, ihre Erforschung, das Œuvre der Künstler*innen und ihre politische Bedeutung heute wurden durch 50 junge Menschen aus Deutschland, Tatarstan, der Russländischen Föderation, Aserbaidschan, Syrien und der Ukraine gemeinsam entdeckt, diskutiert, verglichen und dokumentiert. Ein herzliches Dankeschön dafür an die Jugend der Tataren in Deutschland ARGAMAK und des aserbaidschanischen Kulturvereins Sachsen-Anhalt e.V. sowie die syrischen geflüchteten Jugendlichen aus dem Umfeld des „Vereins der Freunde Palästinas Sachsen-Anhalt e.V.“

plakat Ahmet xan

In den Workshopeinheiten wurde anhand der historischen Ereignisse um die Persönlichkeiten Musa Dschalil, Mina Witkojc und Amet Khan Sultan auch die aktuelle Situation in unseren Ländern diskutiert. Dabei kamen unterschiedliche Sichtweisen auf den Ukrainekrieg Rußlands, die Krim-Annexion und die Instrumentalisierung bzw. Militarisierung von Geschichtspolitik zur Sprache und es offenbarten sich generationsbezogene Unterschiede bei der Rezeption und Bewertung der historischen Ereignisse: Während ukrainische, aserbaidschanische und tatarische junge Menschen, die Zugang zu fremdsprachiger Literatur und freien Medien in Wissenschaft und Kulturbereichen haben, sehr kritisch der Vereinnahmung und Ikonisierung von Musa Dschalil und Amet Khan Sultan unter Vorzeichen des neuen „sowjetischen Patriotismus“ und der nationalistischen russischen Militarisierung der Russländischen Gesellschaft gegenüber standen, wurde deutlich argumentiert, dass durch diese innerrussische und/oder tatarstanische Gedenkkultpolitik Schwächen in der derzeitigen russländischen Innenpolitik und im gesellschaftlichen Diskurs kaschiert werden soll. Mit der massiven Heroisierung von Dschalil derzeit in der tatarstanischen Gesellschaft erfüllt Dschalil wie schon nach dem Zweiten Weltkrieg den Zweck, die Tataren in einem Klima von russischem Chauvinismus nicht als „den muslimischen Anderen“ sondern als den „Unsrigen“ ergo guten russländischen Bürger anzusehen. Die Klammer des „sojwetischen Patrioten“ wird dafür gerne instrumentalisiert und habe mit progressiver emanzipatorischer linker oder libertärer Politik nichts zu tun, so das Fazit der meisten Diskutant*innen. Die Tochter von Musa Dschalil, Tschulpan Salilowa, mahnte auch immer wieder vorsichtig an, ihren Sohn als dichtenden Menschen zu sehen mit vielen Facetten und nicht allein und ausschließlich als patriotischen Dichter-Helden. Sie bedankte sich für die offene und herzliche Atmosphäre bei Workshop und Soirée. Für den Besuch von Tschulpan Musajewna waren alle Teilnehmer*innen sehr dankbar.

Informationen hier als Flyer im PDF-Format zum download. Programm der Dschalil-Soirée als pdf-download hier eine Programmübersicht Gesamtseminar hier und das Infoblatt zum Workshop „Europäische Held_innen“ hier.

Wir danken der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt sowie Aktion Mensch, dem Schirmherr der Veranstaltung Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Herrn Stephan Dorgerloh und Engagement Global für die Förderung und Unterstützung. Ein Rückblick in russischsprachigen Medien findet sich hier zum download.

Internationale Dschalil-Feierlichkeiten in Tatarstan: Konferenzen & Gedenken

Deutsch-Tatarische Schulpartnerschaft beschlossen / Musa-Dschalil-Medaille des Weltkongresses der Tataren an Venera Gerasimov-Vagizova, Dr. Hotopp-Riecke und Dr. Theilig

Die Workshops und die Soirée in Magdeburg waren der Abschluß von diversen Veranstaltungen zum Musa-Dschalil-Jubiläum, an denen das ICATAT auch international beteiligt war, so in Kasan (Tatarstan) und Berlin.

In Tatarstan gab es Lesungen, Filmvorführungen, eine internationale Konferenz an der Föderalen Staatsuniversität Kasan (KFU), Arbeitstreffen an der Akademie der Wissenschaften, Gedenkveranstaltungen im Nationalmuseum Tatarstans und am Dschalil-Memorial vor dem Kasaner Kreml. Zusammen mit der Tochter Musa Dschalils, Tschulpan Salilowa, war Mieste Hotopp-Riecke als Gast, Redner und Zuhörer an all diesen Veranstaltungen beteiligt, begleitet von einem breiten Medienecho. Eine Rückschau als russischsprachiges Medienreview  findet sich hier als pdf.

Nach den diversen Veranstaltungen in Tatarstan mit hunderten Teilnehmer*innen präsentierten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Nachkommen des Dichters eine Kultur- und Gedenk-Gala in Berlin im Haus der russischen Wissenschaft und Kultur. Federführend hier waren Venera Gerassimov-Vagizova vom Vorstand „Tatarlar Deutschland e.V.“ sowie ihre Tochter Dzhuliya vom Verein der tatarischen Jugend Deutschlands „ARGAMAK“. Dzhuliya wohnt in Magdeburg und war auch hier emsig mit tatarischen, syrischen und aserbanischen Jugendlichen an der Durchführung der Veranstaltungen beteiligt.

Im Haus der Russischen der Wissenschaft und Kultur in Berlin wurde zwischen der Evangelischen Schule Neuruppin und der Musa-Dschalil-Schule Moskau eine Schulpartnerschaft beschlossen. Die Initiative dazu kam von Rosa Habibullina, Kulturreferentin der Dschalil-Schule in Moskau und Hotopp-Riecke (ICATAT). Fachlich begleitet wird die inhaltliche Arbeit vom ICATAT und dem Brandenburg-Preußen-Museum in Wustrau, wo während des II. Weltkrieges Musa Dschalil interniert war. Zu dieser Thematik fand im Januar 2016 bereits ein einwöchiger Schülerworkshop im Museum statt.

Das ICATAT bekam sowohl vom Vertreter des Weltkongresses der Tataren, der Akademie der Wissenschaften Tatarstans und des Musa-Dschalil-Museums diverse Buchpräsente für die TATARICA-sammlung der Instituts-Bibliothek überreicht. bücherI

Anläßlich des 110. Geburtstages von Musa Dschalil wurde von der Republik Tatarstan eine Gedenkmedaille „In Erinnerung an den 110. Jahrestag der Geburt von Musa Jalil.“ herausgegeben. Die Vorderseite der Münze zeigt M. Dschalil in Gestalt des politischen Instrukteurs der Roten Armee, auf der Rückseite die Worte des Dichters: „Leben so, dass nach dem Tode Unsterblichkeit bleibt.“ Das Zertifikat für die Medaille wurde vom stellvertretenden Premierminister der Republik Tatarstan und bevollmächtigtem Vertreter der Republik Tatarstan bei der Russländischen Föderation, R.K.Ahmetshinym, unterzeichnet. Medaillen werden an Personen vergeben, die zur Erhaltung des Vermächtnisses von Dschalil beigetragen haben und die sich um weitere Erforschung, Verbreitung und das Studium seines Werkes, seines Lebens und seiner Zeit einsetzen.

Drei Medaillen wurden nach Deutschland gesandt und von den Vertretern des Weltkongresses der Tataren, Danis Schakirwo, und Rosa Habibullina, Bevollmächtigte der Moskauer tatarischen Kulturautonomie, in Berlin und Magdeburg verliehen. Preisträger in Deutschland sind Dr. Stephan Theilig, Venera Gerasimov-Vagizova und Mieste Hotopp-Riecke, die sich seit einem dutzend Jahren um Musa-Dschalil-Forschung verdient machen.

Young Muslims, Christians and Atheists lerned and worked together in Rendsburg, Hamburg, Kharkiv and Kiev

In the framework of a international media-workshop met around 30 young people in order to discuss, write, discover, shoot films and blogg together around the themes „Minorities in Media / Media of Minorities“. The mixed groups came together in for cities of Ukraine and Germany. The particicpants – ethnic Sorbian, Frisian, Danish, Crimean Tatar, Ukrainian, Brasilian, Kurdish or German – originated also from Syria, Afghanistan, Kazakhstan and Mali.

Financed by the Ministry for Foreign Affairs Germany (Programm „Developement of cooperation with civil societies in countries of Eastern Pertnership 2015„) and bounded on the long-term-project „Dehnungsfuge“ (expansion joint) supported by the Federal Ministry of Family Affairs, Senior Citizens, Woman and Youth (Programm „Living Democracy – active against right wing extremism, violence and enmity„) the young media activists traveled and worked together for two weeks.

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