Members of our Institute were involved in organising, accomplishing and carving out these event (russisches programm hier_).

Democratic ideals and post-communistic reality. International symposium.

Internationales Symposium, Berlin, 23. Mai 2006

„Demokratische Ideale und post-kommunistische Realität – Herausforderungen an die Nationalbewegungen der ethnischen Minderheiten in Staaten Osteuropas“

Tagungsort: Stiftung Wissenschaft und Politik, German Institute for International and Security Affairs,
Ludwigkirchplatz 3-4, 10719 Berlin
Telefon: +49-30-88007-0
Fax: +49-30-88007-100
E-Mail: swp@swp-berlin.org
(nähe Metro U1 Hohenzollernplatz).

Dieses Symposium fand in Berlin im Vorfeld des 51. Nationalitätenkongresses der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) in Bautzen (24.-28. Mai 2006) statt. In Berlin leistete das Symposium zur Darstellung von Geschichte und aktueller Situation von ethnischen Minderheiten in (Ost)Europa einen signifikanten  Beitrag. Während der FUEV-Kongress in den Lokalitäten der Sorben-Union der Bundesrepublik Deutschland stattfand, hatten sich die zum Kongress anreisenden Vertreter von Minderheiten aus der Rußländischen Föderation, aus Aserbaidschan, Estland, der Ukraine und aus Polen zuvor zu einem Symposium in Berlin eingefunden.
Der Schwerpunkt des Symposiums lag auf einer komparativen Analyse der Nationalitätenpolitik der Rußländischen Föderation, der Ukraine und Polens und auf der Frage, wie sich diese in den drei Staaten mit slawischer Mehrheitsbevölkerung entwickelt hat bzw. heute dargestellt und realisiert wird. Kulturelle Wechselwirkungen, politischer Dialog und Perspektiven der nationalen Minderheiten, der autochthonen Ethnien oder indigenen Volksgruppen standen dabei im Vordergrund. In erster Linie wurde die dynamische Entwicklung der Beziehungen zwischen Slawen und anderen Volksgruppen in ihren religiösen und kulturellen Dimensionen in Bezug auf neue Nachbarschaften und Mitgliedschaften in Europa diskutiert. Betrachtet wurden aktuelle Konflikte, aber auch die Entwicklung von Toleranz, Versöhnung und Eintracht und welchen Beitrag EU-Europa dafür leisten kann und womöglich schon geleistet hat.

Programm
Dienstag, 23.05. 2006
9.00 – 11.15 Uhr
I. Allgemeine Probleme, humanitäre, politische, rechtliche Aspekte:
• Grußworte von Vertretern der BRD Parlamentariergruppen, des Auswärtigen Amtes der BRD, der Leitung der Freien Universität Berlin, der Stiftung Wissenschaft und Politik, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, von Repräsentanten der Botschaften der Ukraine und Polens in Deutschland.
• Dr. Romedi Arquint (Präsident der FUEV, Cinous-Chel, Schweiz): Die Föderalistische Union der Europäischen Volksgruppen vor neuen Aufgaben der internationalen Hilfe und Unterstützung der Nationalbewegungen der Völker der ehemaligen UdSSR und des ehemaligen „Warschauer Paktes“ (nach ihrem Zerfall, 1989-1991).
• Prof. Dr. Rudolf Grulich (Universität Gießen): Rechte der nationalen Minderheiten – eine vergleichende Analyse der Situation in West- und Osteuropa.
• Mieste Hotopp-Riecke (Institut für Turkologie, Freie Universität Berlin / GfbV Krim-Koordinator): Das Konzept der nationalen Kulturautonomie – Chancen und Risiken für ethnische Minoritäten.
• Mustafa Dschemilev (M. Cemiloğlu) (Präsident der Medschlis des Krimtatarischen Volkes; Abgeordneter der Hohen Rada der Ukraine): Die historische Erfahrung und die politische Strategie der krimtatarischen Nationalbewegung der letzten Jahre: Integration der Krimtataren in der unabhängigen Ukraine.
Diskussion

11.15 – 11.30 Uhr Kaffee- Pause

11.30 – 13.30 Uhr
II. Völker unter Bedrohung und Wege ihrer Rettung (das tschetschenische Beispiel)
11.30 – 12.10 Uhr Anna Schor-Tschudnowskaja (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt/Main): Wovor sehen sich die Russen in Tschetschenien verteidigt? Daten und Mythen um den Tschetschenienkrieg.
12.10 – 12.50 Uhr Dr. Martin Malek (Nationale Akademie für Verteidigung und Sicherheit, Wien): Der Krieg in Tschetschenien aus der Sicht westeuropäischer Intellektueller
12.50 – 13.30 Uhr Prof. Dr. Swetlana Czerwonnaja (Nikolaus Kopernikus-Universität, Lehrstuhl für Ethnologie, Torun): Flüchtlinge aus Tschetschenien in Polen: die staatliche Protektionspolitik auf der Basis der Genfer Konvention
Diskussion

13.30 – 14.15 Uhr Mittagspause

14.15 – 16.20 Uhr
III. Der religiöse Faktor in den Nationalbewegungen und in der Nationalitätenpolitik der osteuropäischen Staaten:
14.15 – 15.00 Uhr Dr. Uwe Halbach (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin): Islam in der postkommunistischen Welt: reale und imaginäre Bedrohungen.
15.00 – 15.40 Uhr Prof. Dr. Adolf Hampel (Institut für Theologie, Universität Gießen): Religiöse Orientierungen der nationalen Minderheiten und die Rolle der geistlichen und kirchlichen Institutionen in den multi-ethnischen Staaten (die europäische Erfahrung nach dem Zweiten Weltkrieg).
15.40 – 16.20 Uhr Dr. Tomasz Marciniak (Institut für Soziologie der Nikolaus Kopernikus-Universität, Torun): Traditionen der polnischen Toleranz und die Lage der islamischen Minderheiten in Polen.

16.20 – 16.30 Uhr Kaffee- Pause

16.30 – 19.00 Uhr
IV. Besonderheiten der Lage der Völker, Volksgruppen und ethnischen Minderheiten in verschiedenen Religionen und ihrer interethnischen Beziehungen:
16.30 – 17.10 Uhr Dr. Adolat Rahmankulova (Institut für Turkologie, Freie Universität Berlin): Zum Schicksal der deportierten Völker in Usberkistan: gestern und heute (am Beispiel der Krimtataren).
17.10 – 17.50 Uhr Jaak Prozes (Vorsitzender, Zentrum der verwandten Völker Fenno-Ugria, Tallinn): Die finno-ugrische Welt: Errungenschaften und Probleme.
17.50 – 18.30 Uhr Dr. Fuad Pepinov (Mit-Vorsitzender der interregionalen Vereinigung der Türken-Mes’cheten in der RF „Watan“, Moskau): Die Georgienpolitik gegenüber der achalzykischen Türken früher und heute: ungelöste Aufgaben der Repatriierung.
18.30 – 19.00 Uhr Abschluss-Diskussion

Organisation:
Dr. Uwe Halbach Prof. Dr. Swetlana Tscherwonnaja Prof. Dr. B. Kellner-Heinkele

Teilnehmer aus FUEN-Mitglieds-Organisationen:
• Dr. Viktor Diesendorf, Deutsche Vereinigungen Russlands / Union der Russlanddeutschen (Moskau)
• Dr. Michael Arutiunov,Union des inguschischen Volkes „Dajmochk“ und Vorsitzender der Assembly für Menschenrechte der RF (Moskau), (assambleya@mtu-net.ru).
• Dr. Georgij Melanifidi, Vorsitzender der Assoziation der griechischen Gesellschaften (Moskau)
• Dr. Fuad Pepinov, Stellvertretnder Vorsitzender Interregionale Union der Meskhet-Türken „Vatan“ (pepinov@rambler.ru).
• Prof. Dr. Ramazan Kereytov, Vereinigung des Nogaj-Volkes „Birlik“ (Tscherkesk)
• Halina Romanova, Vorsitzende „Kongress der Polen in Russland“ (Moskau)
• Ernst Kudusov, Schriftsteller, Karaimen-Vereinigung „Kırım Karayler“ (Moskau)
• Vassilij Petrow, Vorsitzender der Verinigung der Mari-Jugend bei der Union „Mari Uschem“ (Joschkar-Ola)
• Mustafa Kırımoğlu Cemilev, Abgeordneter der Hohen Rada Kiew, Präsident des Medschlis (Rat) des krimtatarischen Volkes (meclis@sf.ukrtel.ne).
• Vertreter der Vereinigung der Karaimen „Birlik“ der Ukraine
• Vertreter der Vereinigungen der Rumänen, der Ungarn und der Polen der Ukraine
• Deutsche Vereinigung „Hoffnung und Versöhnung“, Polen
• Ivan Leysle, Vorsitzender der Krimdeutschen Stiftung, Simferopol ( de@crimea.com)
• Zrzeszenie Kaszubsko-Pomorskie, Gdansk, Polen
• Union der Tataren Polens / Zwiazek Tatarow Polskich
• Aserbaidschanische Gesellschaft der Meskhet-Türken „Vatan“ (vatan_baku@hotmail.com).
• Union der nationalen Minderheiten Estlands (Eestimaa Rahvuste Ühendus; Erika Weber, erika.weber@mail.ee, Timur Yakubov)
• Prozes, Jaak (Vorsitzender, Zentrum der verwandten Völker Fenno-Ugria, Tallinn) (jprozes@eki.ee)
• Union der Türken aus Griechenland, Thrakien

Die Referenten:
Arquint, Romedi (Präsident der FUEV, Cinous-Chel, Schweiz, romedi.arquint@bluewin.ch)
Czerwonnaja, Swetlana (Nikolaus Kopernikus-Universität, Lehrstuhl für Ethnologie, Torun, swetlana@his.uni.torun.pl)
Grulich, Rudolf (Institut für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien, Universität Gießen)
Hotopp-Riecke, Mieste (Institut für Turkologie, Freie Universität Berlin / Krim-Koordinator der Gesellschaft für bedrohte Völker, mieste@freenet.de)
Halbach, Uwe (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin, uwe.halbach@swp-berlin.org)
Hampel, Adolf (Institut für Theologie, Universität Gießen, A.Hampel@gmx.de)
Kellner-Heinkele, Barbara (Institut für Turkologie, turkinst@zedat.fu-berlin.de)
Malek, Martin (Nationale Akademie für Verteidigung und Sicherheit, Wien,
malek65_at@yahoo.de)
Marciniak, Tomasz (Institut für Soziologie der Nikolaus Kopernikus-Universität, Torun, tomk@uni.torun.pl)
Rahmankulova, Adolat (Institut für Turkologie, Freie Universität Berlin / Akademie der Wissenschaften Usbekistans, adolat2005@yahoo.com)
Schor-Tschudnowskaja, Anna, (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt/Main, schor-tschudnowskaja@hsfk.de)

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Diese Symposium wurde organisiert von:

Prof. Dr. Barbara Kellner-Heinkele
Institut für Turkologie
Freie Universität Berlin
Schwendenerstraße 33
14195 Berlin-Dahlem
Tel.: 030 83853955
e-mail: turkinst@zedat.fu-berlin.de

Prof. Dr. Swetlana Czerwonnaja
Institut für Etnologie
Uniwersytet Mikolaya Kopernika
87-100 Torun, Polen
Szosa Bydgoska 44-48
Tel./ Fax: +48-56-6112307; 6112303; 6517807
e-mail: swetlana@his.ini.torun.pl

unterstützt von:
DGO – Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (www.dgo-online.org)
GfbV – Gesellschaft für bedrohte Völker (www.gfbv.de, 030-428049-16, berlin@gfbv.de)
Fachschaftsinitiative Turkologie am Institut für Turkologie der FU Berlin & Projektgruppe SÜRGÜN.