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Buchmesse „Mitten in der Welt“

Buchmesse Altmark. Wir waren dabei!

Vom 17.03.2022 bis zum 20.03.2022 fand in der Altmark die Buchmesse „Mitten in der Welt“ – nicht als Ersatz für die kurzfristig abgesagte Leipziger Buchmesse – aber womöglich als Beginn einer neuen Tradition, einer altmärkischen Ergänzung als Literaturschaufenster der Region, wie es die Bürgermeisterin von Bismark, Annegret Schwarz, und Verleger Helmut Block bei der Eröffnung betonten. Der Block-Verlag fand diese Absage in Leipzig NICHT gut und in der Verantwortung für die Autor*innen, Leser*innen und Kooperationspartner*innen wurde beschlossen, eine alternative Buchmesse in Bismark/Kremkau in der Altmark ins Leben zu rufen. Und viele kamen: Neben Journalist*innen und Verleger*innen unter anderem Autor*innen wie Charlotte Buchholz, Ramona Metzing, Meike Schulze-Wühl, Prof. Dr. Thorsten Franz, Günter Kunert, Gabi Meyer, Petra Schmidt, Klaus-D. Kagelmann, Dr. Rosemarie C. E. Leinewebe, Elisa Bodin, Uwe Lenz, Monika und Manfred Helmecke, Ewald Laudon, Amanda Hasenfusz. Ammar Awaniy und Dr. Mieste Hotopp-Riecke präsentierten die Bücher der Transkulturprojekte der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. und des ICATAT, Kooperationen mit dem Ost-Nordost-Verlag, dem Hirnkost Verlag und dem Dr. Ziethen-Verlag Oschersleben.

Der bunte Reigen der Bücher reichte von Türkei-Reisebüchern, äthiopischen Märchen und altmärkischen Sagen bis zu Büchern über turkmenische Pferderassen und Lehrmaterialien.

Dr. Franziska Dittert las aus ihrem besonders für Kinder geeigneten Buch „Heilige Ottilie vom Elsass und deren Spuren in der Altmark“ und stellte ihre zahlreichen Unterrichtsmaterialien vor, unter anderem zur Graphic Novel „Die vollständige Maus von Art Spiegelman“.

Zu sehen gab es ebenfalls Aquarelle der Künstlerin und Autorin Ramona Metzing, es gab ein Krimi-Dinner, Musik aus Tangermünde von Thomas Stein sowie Fotografien von Meike Schulze-Wührl eine Ausstellung über die Geschichte der Blaulicht-Krimis vom Block-Verlag. 🤩📚📖

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„Von Homs nach Deutschland“ – Mit Engagement ankommen

Am Mittwoch, den 16. März, fand im Welcome-Treff Halle (Saale) eine Lesung und Diskussion im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus statt unter dem Thema: „Von Homs nach Deutschland. Mit Engagement Ankommen“. Ammar Awaniy las aus seinem Buch „Fackel der Angst. Von Homs nach Magdeburg“, diskutierte mit dem Publikum über Themen wie Weggehen, Ankommen, Heimat, Familie und Flucht und berichtete von Büchern, Workshops und Kooperationsprojekten der .lkj) Sachsen-Anhalt und des ICATAT, an denen er in den letzten Jahren beteiligt war. Die Veranstaltung wurde unter der Regie eines kompetenten Technikteams live gestreamt. Moderiert wurde die Lesung von Raimund Müller von der Buchhandlung Jacobi & Müller.

Tausend Dank dafür! Das Video kann über diesen Link angesehen werden:

Lesung: „Von Homs nach Deutschland“ – Mit Engagement ankommen
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„Projekt der Woche“ vom Deutschen Kulturrat

GRATULATION! Unser Kollege Ammar Awaniy belegt als Mitarbeiter von .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. und ICATAT e.V. für die Projekte „Sultanin der Altmark„, „Resonanzboden“ und „ZWEIHEIMISCH:GeNial“ am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim den Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“. Von den 33 Stipendiat*innen dieses Kurses setzen die Teilnehmenden Baharak Omidfard, Olga Feger und Ammar Awaniy ihre künstlerische Expertise besonders für die Förderung kultureller Integration ein. Nun ist der Gesamtkurs als „Projekt der Woche“ vom Deutschen Kulturrat ausgezeichnet worden. Mashallah!

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Soirée: „Geliebte, wenn einst gebrochen mein Herz…“ & Forschungsverbund PASCHA

Im ausverkauften Farnhaus der Gruson-Gewächshäuser fand mit vielen internationalen Gästen unsere Jahresabschlussveranstaltung der .lkj)-Projekte „ZWEIHEIMISCH:GeNial“ und „Sultanin der Altmark“ statt. Zu diesem Anlaß wurde die Soriee „Geliebte, wenn einst gebrochen mein Herz…“ dargeboten, in dessen Rahmen auch die Einweihung des „Mehmed-Ali Pascha Archivs“ im Literaturhaus Magdeburg gefeiert wurde. Mit Grußworten der Hausherrin des Literaturhauses Ute Berger, des Projektleiters Dr. Mieste Hotopp-Riecke und der Geschäftsführerin der .lkj) Sachsen-Anhalt Wybke Wiechell, wertvollen amüsanten, wertschätzenden und begeisternden Videobotschaften aus der Türkei, Jordanien, Tatarstan und Österreich, einer bewegenden Theateraufführung des .lkj) -Theaterduos „Roja Avesta“ und Inputs von Projekt-Mitwirkenden sowie der ehemaligen Magdeburger Stadtschreiberinnen Nele Heyse, Nellja Veremej und Jörg Menke-Peitzmeyer erlebten gemeinsam mit den Gästen den krönenden Abschluss eines besonderen Jahres. Musik spielte wieder eine große Rolle mit den orientalischen Weisen der Band „SÊKOŞ“ und einem Musikstück, einer eigens komponierten Uraufführung des erfahrenen Künstlers Ildar Kharissov, dass auf einem osmanischen Marsch und albanischer Folklore basierte. Auch die Initiative zum „Forschungsverbund PASCHA“ wurde im Rahmen dieses denkwürdigen Abends gestartet. Nach der Veranstaltung gab es leckeres syrisches Essen, zubereitet von Rufa-Events-Catering. Für nächstes Jahr steht ebenfalls viel wieder Kultur und Literatur auf dem Plan, denn motivierte Sultaninnen, „Die Erben des Paschas“ sind wir alle!!!

©Fotos von Kirsten Mengewein (kiraton.)

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„Geliebte, wenn einst gebrochen mein Herz…„

Soirée anlässlich der Einweihung des „Mehmed-Ali-Pascha-Archivs“

Das Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien und das Literaturhaus Magdeburg laden in Kooperatioin mit der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt (lkj) herzlich ein in das Farnhaus der Gruson-Gewächshäuser Magdeburg zu einer Soirée aus Schauspiel, Poesie, Musik, Wort und Bild. Am 18. November 1827 erblickte in Magdeburg Ludwig Carl Friedrich Detroit das Licht der Welt. Als Mehmed Ali Pascha hinterließ er nicht nur die Titelzeile dieser Soirée aus seinem Gedicht „Die Rose von Jerichow“, sondern er sowie seine Familie, sein Umfeld und seine Nachkommen verfassten Literatur und Kompositionen in diversen Sprachen. Dies spiegeln die Akteur*innen der Soirée, unter anderem die ehemaligen Stadtschreiberinnen von Magdeburg, Nele Heyse, Nellja Veremej, Jörg Menke-Peitzmeyer und Marlen Schachinger als auch der Musikturkologe Ildar Kharissov, das Trio SÊKOŞ und der Historiker Dr. Stephan Theilig. Die Soirée wird kuratiert von Dr. Mieste Hotopp-Riecke.

  • Wo? Farnhaus, Gruson Gewächshäuser

Es gilt die 2-G-Regelung, Einlass per LUCA-App gewährleistet.

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Herbstmesse zum Thema „JUGEND.HEIMAT. DISSIDENZ“ in Mieste

Diesjährige Herbstmesse zum Thema „JUGEND.HEIMAT. DISSIDENZ“ vom 13.-17. Oktober versammelte Jung und Alt im altmärkischen Mieste, am Rande des Drömling.

Sonja Renner und Kim Greyer von der .lkj) Sachsen-Anhalt führten im Spritzenhaus Mieste eine Fördermittelberatung für Vereine, Kommunen und Initiativen durch. Die Veranstaltung war eine gute Gelegenheit, mehr über die verschiedenen Fördertöpfe zu erfahren und welche Strategien man bei der Beantragung von Fördermitteln anwenden kann. Die Teilnehmer*innen stellten auch Fragen und präsentierten ihre eigenen Projekte und wurden von den beiden .lkj)-Mitarbeiterinnen zu den entsprechenden Programmen geführt. Angeregt durch diese Veranstaltung ergaben sich bereits Wünsche, solche Beratungsrunden auch 2022 auch in weiteren Dörfern zu organisieren.

Am Abend fand im Kinosaal unter dem Motto: „Hüt mol Platt satt, keyn Denglisch“ ein Plattdeutsch-Abend von Jung und Alt auf und vor der Bühne statt, umrahmt von Beiträgen des Musikzug Mieste e. V. und dem Männerchor Mieste.  Nach Wochen der Proben und Vorbereitungen kamen mehr als 170 Personen und trugen dazu bei, dass dieser Abend eine gelungene, unterhaltsame, generationsübergreifende Veranstaltung wurde.

In den Abendstunden des 14.10. fand unter dem Motto „Bücher.Machen.Heimat“ auf dem Kinosaal Mieste ein Literaturabend statt. Klaus Farin, Dr. Dorothea Lübbe, Verena Treichel, Mandy Ganske-Zapf, Dr. Mieste Hotopp-Riecke und Ammar Awaniy lasen aus Büchern, diskutierten über Themen wie Teilhabe, Kultur und Mobilität in ländlichen Räumen und genossen die inspiriende Musik von Max Heckel, genau wie die Gäste, die erneut den Kinosaal füllten. Im Anschluss an die Veranstaltung gab es Gelegenheit zum Gespräch und zum Signieren von Büchern.

Am Freitag, den 15.10. fand ein Zeitzeugengespräch „Rock & Dissidenz“ mit Michael Rhein (Monomann, InExtremo, ex. No. 13, Einschlag & NOAH), Kay Lutter (Monomann, InExtremo; ex. Freygang), Brian Bosse (Monomann, ex. Freygang, Nachdurscht), Thomas Koch (HyparSchall, ex. Ernährungsfehler) statt, moderiert von Sören Thümler (mdr) eingeleitet von Input von Dr. Mieste Hotopp-Riecke. Erinnerungen an die Punk- und Bluesszene der 80er Jahre vor der Wiedervereinigung, an Stasi-Machenschaften, Underground-Aktionen sowie an die Herausforderungen während und nach der Wende. Auch die Evangelische Kirche Mieste war mit Menschen und Interessierten gut gefüllt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort des Pfarrers Hagen Mewes in Anwesenheit der Schirmherrin der Herbstmesse, der Bürgermeisterin der Hansestadt Gardelegen, Frau Mandy Schumacher. 

Die zwei folgenden Konzertabende mit neun Bands, organisiert vom Team des Kinosaals Mieste, zogen hunderte Musikliebhaber*innen an, sorgten für volle Pensionen, gute Laune und viele Gespräche rund um Jugend, Heimat und Engagement in ländlichen Räumen heute.

Die Kooperation von etlichen Vereinen, Kirchengemeinde, Bürgermeister und vielen Ehrenamtlichen einerseits sowie der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung und ICATAT e.V. andererseits zeigten, was gemeinsam möglich ist. Zukunftspläne entstanden und sollen in den nächsten Jahren verwirklicht werden.

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„Der Pascha von Magdeburg. Der Orient in Mitteldeutschland“ Ausstellungseröffnung an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Vernissage live und digital | 29. September 2021 | 13.00 Uhr | Mediathek der Hochschule Magdeburg-Stendal

Die .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. eröffnet zusammen mit der Hochschule Magdeburg-Stendal, dem ICATAT-Institut und dem OstNordOst-Verlag Magdeburg die Ausstellung „Der Pascha von Magdeburg“. Die 24 Großformat-Tafeln spiegeln Kreuzwege zwischen Heimat und Migration, zwischen Gehen und Bleiben, Hoffnung und Integration. Die Vernissage kann im Stream verfolgt oder live besucht werden und ist kostenfrei.

 Bildautorin: Eine kostenfreie Veröffentlichung unter Nennung des Vereins lkj.) Sachsen-Anhalt oder „Veranstalter“ wird zugestimmt. Von links nach rechts: Dr. Mieste Hotopp-Riecke (lkj & ICATAT), Sibylle Wegener (Hochschule Magdeburg-Stendal), Ammar Awaniy (lkj & ICATAT).

Der Architekt der Hyparschale Magdeburgs und der König-Abdullah-Moschee in Jordaniens Hauptstadt Amman hieß Ulrich Müther. Als Star-Architekt der DDR baute er nicht nur in Magdeburg, Berlin und an der Ostseeküste, sondern verdiente Devisen für die stets knappen Staatskassen auch durch seine Bauprojekte in Kuweit, Libyen, Algerien und Jordanien. Dort erbaute Müther im Auftrag von König Hussein I. bis 1986 eine neue Nationalmoschee in seiner innovativen Beton-Schalen-Bauweise. Benannt wurde sie nach Abdallah ibn Husain I., dem Emir und ersten König von Jordanien.

Dieses Thema hat es bisher nicht in das erste Buch „Der Pascha von Magdeburg“ und nicht in die bisherige namensgleiche Ausstellung geschafft. Das soll sich nun ändern. Während die Hyparschale innovativ restauriert wird, sollen Studierende in einem ebenso innovativen Joint Venture die (Bau-)Geschichte der architektonischen Moderne zwischen Orient und Magdeburg erforschen. Als Projekt der .lkj) Sachsen-Anhalt und dem ICATAT-Institut Magdeburg werden die Forschungsergebnisse zukünftig von Jugendlichen und Student*innen kreativ in neue Ausstellungstafeln, Podcasts und neue Buchkapitel umgesetzt.

All dies findet seinen Auftakt mit der Vernissage der Ausstellung „Der Pascha von Magdeburg“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal inklusive Live-Schaltung zur German-Jordanian University in Amman. Die Hochschule Magdeburg-Stendal ist „Mutter-Uni“ der German-Jordanian University und beherbergt jährlich dutzende Studierende aus Jordanien. Mit der Installierung der Ausstellung „Der Pascha von Magdeburg“ im Rahmen der International Summer School haben nun alle Magdeburger*innen, die es im letzten Jahr nicht zur Ausstellung ins City-Carré geschafft hatten, die Gelegenheit, durch die Digital-Galerie zu wandeln, begleitet von Audio-Guides auf Deutsch und auf Arabisch.

Ausstellung „Der Pascha von Magdeburg“, 29.9.2021 (Vernissage, Mediathek Hochschule Magdeburg-Stendal, 13:00 Uhr) bis 18.11.2021 (Finissage, 17:00 Uhr, Literaturhaus Magdeburg) DigitalGalerie der Hochschule Magdeburg-Stendal unter URL: https://www.h2.de/hochschule/einrichtungen/bibliothek.html.4 Revisionen

Die Platzkapazitäten in der Mediathek und online sind begrenzt: Um Anmeldung wird gebeten.

 

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Herbstmesse „Jugend.Heimat.Dissidenz“

Mittwoch-Sonntag 13.-17.10.2021

Was macht Heimat aus? Wie vielfältig und engagiert ist Jugend heute in ländlichen Räumen? Und wie war das Jugendleben früher? Wie steht es um die neue sprachliche und kulturelle Vielfalt auf dem Lande? Um diese Fragen kreisen die Workshops und Kulturaktionen der „Herbstmesse Jugend.Heimat.Dissidenz“ vom 13. bis 17. Oktober 2021 im schönen Altmarkdorf Mieste am Drömling. Gemeinsam möchten wir uns kreativ-künstlerisch, musikalisch-aktiv und historisch-rückblickend mit diesen Themen beschäftigen und ganz nebenbei durch dieses „gemeinsam“ die dörfliche Vereinslandschaft aber auch die überregionale Vernetzung stärken.

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Sultanin der Altmark

Sultanin der Altmark

ZWEIHEIMISCH:CrossMedia

Unter diesem Projektnamen finden vom 01.03.2021 bis 31.08.2022 zwölf Workshops statt, gefördert durch „Mein Land. Zeit für Zukunft“ der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Im Projektbündnis „Sultanin der Altmark“ sind zusammengeschlossen die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt, das ICATAT, der Förderverein der Schriftsteller und der Jugendclub Bittkau.

Zu Sachsen-Anhalts langer Interkulturgeschichte erarbeiten Jugendliche gemeinsam via kultureller CrossMedia-Bildungswerkstätten unterschiedliche Ergebnisse (manuell-praktisch / künstlerisch-virtuell) begleitet von einem Online-Blog. Das Wort „zweiheimisch“ beschreibt dabei die Verortung vieler Menschen nicht „zwischen“ zwei Kulturen, sondern ihr Beheimatet-Sein IN zwei oder mehreren Kulturen. CrossMedia beschreibt unsere Arbeitsweise: Mittels medialer online- und offline-Techniken sind Jugendliche kreativ tätig.

Wir ermutigen die zum Teil bildungsbenachteiligten Jugendlichen dazu, sich an der kulturellen Infrastruktur ihrer Gemeinden und Stadtteile zu beteiligen und initiieren kulturelle Veranstaltungen mit Peer-to-Peer-Vermittlung von theoretischen und praktischen kulturellen Fähigkeiten.

Mit Modulen aus Theater, Koch-/Ernährungs-/Umwelt-Workshops; Kalligrafie&Graffiti-, Text-Lese- und Schreibwerkstätten in unterschiedlichen Laufzeiten als wöchentliche AG, Sommerschule oder Wochenend-Workshops organisieren wir kulturelle Bildung, Empowerment, Biografiearbeit, Transkulturelle / interkulturelle Geschichten aus der Geschichte und der Gegenwart für und mit Kindern und Jugendlichen von 12-18 Jahren in Magdeburg, dem Bördelandkreis und den Altmark-Kreisen Stendal und Salzwedel.

Der Titel „Sultanin“ verweist auf patriarchale Verhältnisse, die hinterfragt werden und die auch historisch immer wieder gebrochen wurden: Wir lernen im Projekt gemeinsam starke mutige Frauen kennen, historische wie die Sultanin vom Bosporus, aber auch heutige aus dem Hier und Jetzt. Sultana oder Sultanin bedeutet ‘islamische Herrscherin’ und wanderte als Wort im frühen 16. Jahrhundert während der sogenannten „Türkenkriege“ als Bezeichnung für Herrscherinnen des Osmanischen Reiches zu uns. Es stammt vom arabischen Wort sulṭān für ‘Herrschaft, Herrscher’. Auf Mittelhochdeutsch hieß es soldān als genereller Begriff für einen „heidnischen“ Herrscher, den Gegner der christlichen Kreuzfahrer. 

Das Wort Sultanine für `große kernlose Rosine` (im 19. Jh. Noch: Sultaninrosine) ist direkt verbunden mit der orientalischen Kulturgeschichte und bedeutet ‘edle, fürstliche Rosine’. Sie steht für eine aus Kleinasien eingeführte Sorte, der „Sultana-Weinrebe“, die so köstlich und saftig-süß ist, dass sie im 18. Jahrhundert nur der ‘Frau des Sultans’ ebenbürtig war. Heute hat diese Sultana-Rebe über 145 verschiedene Namen, in Nordeuropa oft . Um die helle Farbe der Frucht zu bewahren, werden die Beeren besonders schonend getrocknet, ca. 7-10 Tagein der Sonne. Der veralteter Name „Smyrna-Rosine“ deutet auf den Ursprung der Traube in der Region um Izmir hin.

Im ersten Workshop unter dem Titel „Sultanin der Altmark“ wurde diskutiert, gezeichnet, kalligrafiert, gemalt, geforscht, gelesen, fotografiert, collagiert und getextet rund um die osmanische Sultanin, die vor hunderten von Jahren in die Altmark gekommen sein soll. Ihre Geschichte lebt in der Sage von der „Türkin in der Wische“.

Neben historischen Sultaninnen wie der polnischstämmigen Roxolane (Hürrem Sultana) und der Tatarin Söyembikä lernten wir ebenfalls Lebensläufe andere starker zeitgenössischer Frauen mit Mut und Klugheit kennen, z.B. Fatema Mernissi, Leila Ahmed, Seyran Ateş, Shirin Ebadi, Nawal El Saadawi oder Amina Wadud.

Wir freuen uns auf viele angeregte Workshopwochen in der Altmark, der Börde und Magdeburg!

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Crimea – Zur aktuellen Menschenrechtssituation auf der Krim

Seit inzwischen sieben Jahren ist die ukrainische Halbinsel Krim von Russland völkerrechtswidrig besetzt. Immer wieder gibt es Berichte über massive Menschenrechtsverletzungen vor Ort. Aktivisten und Andersdenkende, deren Aktionen und Meinungen sich gegen die aktuellen Machthaber richten, müssen mit langjährigen Haftstrafen rechnen. Insbesondere für das krimtatarische Volk stellt sich die aktuelle Lage dramatisch dar. Verfolgung, Unterdrückung und die Verletzung von Grund- und Gruppenrechten sind weiterhin an der Tagesordnung.Wie stellt sich die Situation der Krimtataren heute dar, welchen Repressionen sind sie ausgesetzt – und was lässt die Zukunft für die besetzte Halbinsel erwarten? Diesen und anderen Fragen wollen die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, die Gesellschaft für bedrohte Völker sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung in der Ukraine gemeinsam mit dem Krimtatarischen Ressourcenzentrum in einer Online-Veranstaltung nachgehen.Online-Veranstaltung mit:

– Emine Dscheppar, stv. Außenministerin der Ukraine

– Refat Tschubarow, Vorsitzender des Nationalrates Medschlis des Krimtatarischen Volkes

– Eskender Barijew, Vorstandsvorsitzender des Krimtatarischen Ressourcenzentrums (CTRC)

– Dr. Mieste Hotopp-Rieсke, Leiter des Instituts für Caucasia-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT)

Moderation: Dr. Gabriele Freitag, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO)

Datum: 24. Februar 2021Beginn: 18 Uhr (Berlin) / 19 Uhr (Kiew) Ort: Online-Veranstaltung

Die Veranstaltung wird simultan verdolmetscht (Deutsch-Russisch). Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung bis zum 22. Februar 2021 unter folgendem Link an: https://cutt.ly/wk8xGzB Rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung und das Programm. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ein Reader zur Veranstaltung findet sich hier.