Lesung und Podiumsdiskussion mit dem Vorsitzenden des Schriftstellerverbandes Deutschlands, Imre Török, der kurdischen Lyrikerin Arzu Alır und dem Turkologen Mieste Hotopp-Riecke.

Im Rahmen der diesjährigen InterLese des Friedrich-Bödecker-Kreises und der LKJ  fand ein besonderer Lese- und Gesprächsabend am 16. Oktober in Sachsen-Anhalt  statt. An den weiteren Veranstaltungen der Interlese nehmen vor allem Autorinnen und Autoren aus Partnerregionen Sachsen-Anhalts bzw. Partnerstädten der Landeshauptstadt, so aus Armenien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Frankreich und Polen teil. Der deutschsprachige Autor Imre Török, Schüler des Philosophen Ernst Bloch, ist in Ungarn geboren,  lebt und  arbeitet  in Deutschland und war u.a. auch an Drehbuch und Recherchen zum Oscar-nominierten Film: „Sophie Scholl. Die letzten Tage“ beteiligt. Arzu Alır liest u.a. aus ihrem Programm: „Die Schönheit des Gewissens“, das sich der Toleranz zwischen Religionen und Völkern widmet. Sie ist Kurdin, Muslima und lebt in der Türkei. Ihr zweiter Lyrik-Band “Şeytan Gül Dalına Dönerse” (Everest Yayınları,2010) erschien auch in deutscher Sprache mit einem Nachwort von Imre Török (Wenn Satan Sich Zum Rosenzweig Beugt, Pop Verlag ,2010), „Arzu Alırs Gedichte sind in einer Art umhüllt von Humanismus. Sie entfachen in uns allen Gefühle als tauchten wir in Umarmungen“ heißt es in einer der wichtigsten Zeitungen der Türkei Taraf. Moderatorin Franziska Duschvom LKJ Magdeburg ging im Gespräch mit dem Autor, der Lyrikerin und dem Turkologen Dr. Mieste Hotopp-Riecke vom ICATAT Magdeburg/Berlin als auch dem Publikum Fragen nach wie: Gibt es religiöse Grenzen im künstlerischen Schaffen? Wie entschieden engagiere ich mich in der Auseinandersetzung gegen Rechts? Wie weit darf Kunst gehen?

Imre Török, Arzu Alır, Mieste Hotopp-Riecke

Die Veranstaltung war eine Kooperation im Rahmen der „Interlese“ des Friedrich-Bödecker-Kreises und der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.  unter Beteiligung des ICATAT Magdeburg/Berlin, mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Bündnis Magdeburg Nazifrei.