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Auf zur Kulturhauptstadt Europas!

ICATAT-Bildungsreise.  „Balticum Tataricae – Auf den Spuren von Deutschrittern und Tataren“ 16.-22. Mai 2022

Unsere ICATAT-Bildungsreise führt uns 2022 ins Baltikum, genauer nach Polen und Litauen. Das Baltikum umschließt seit Jahrhunderten eine ethnisch, religiös wie sprachlich unterschiedliche Bevölkerung. Karaimen, Juden, Tataren gehören dazu, ebenso wie Litauer, Letten, Polen, Esten, Russen, Ukrainer, Weißrussen und Deutsche. So unterschiedlich die Nationalitäten, so verschieden sind die Glaubenszugehörigkeiten der Menschen. Dennoch ist seit Jahrhunderten ein weitgehend friedliches Nebeneinander verschiedener Religionsgemeinschaften wie Orthodoxen, Muslimen, Unierten, Protestanten und Katholiken möglich. Religiöse Verfolgungen waren in Litauen bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts nahezu unbekannt. Ein großer Einschnitt stellt jedoch das 20. Jahrhundert als Epoche von Völkermord und Vertreibungen dar, dass sich nun fortsetzt (ein „langes 20. Jahrhundert“?). Themen der Exkursionen und Diskussionen auf der kombinierten Bus-, Bahn- und Flugreise sind die aktuelle soziopolitische Situation und Geschichte der Tataren und Baltendeutschen sowie historische Stätten zwischen dem Szlak Tatarski (Tataren-Pfad) und Kaunas, der Kulturhauptstadt Europas 2022. Wir speisen zusammen mit tatarischen Künstler*innen in den Tatarendörfern der Masuren, diskutieren mit (aus Rußland und der Ukraine geflüchteten) Journalist*innen, Akademiker*innen und Künstler*innen über Tolerenz und Gewalt, über Migration, Europa und Tradition in der Moschee von Kaunas und am Tataren-See von Trakai. Kurz nach einem der höchsten Feiertage im Islam, dem Zuckerfest, zum Ende des Fastenmonats Ramadan, feiern wir das Fastenbrechen mit der tatarischen Gemeinde von Vilnius und ihrem Vorsitzenden Prof. Dr. Adas Jakubauskas. Die Reise führt von Białystok, Bohoniki und Kruszyniany nach Litauen. Dort von Raižiai, Keturiasdešimt Totorių, Trakai und Vilnius in die Kulturhauptstadt Europas, Kaunas. Den Abschluss begehen wir gemeinsam mit tatarischen, deutschen, ukrainischen, litauischen und russischen Vertreter*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

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  • Reiseleiter ist Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Leiter des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien Berlin-Magdeburg. Expert*innenberatung: Dr. Stephan Theilig (ICATAT, Berlin). Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für OSTEUROPA-FÖRDERUNG e.V.
  • Gruppenstärke: Minimum 10 Pers. Maximum: 15  UNKOSTENBEITRAG (als Spende für ICATAT-Verein) für Flug/Bus/Bahn/Unterkunft Halbpension (Einzelzimmer nach EZ-Aufschlagszahlung). + Reiseleitung + Reise-Reader nach dem Prinzip „Eine Reise: Drei Preise“, Normalpreis 1200,00 €; Studentenpreis 950,00 €; Solidarpreis 1350,00 €.  
  • TERMIN  16. 5. – 22. 5. 2022 (ab Berlin/München; vorbehaltlich pandemiebedingter Terminverschiebung). Anmeldung unter: office@icatat.de Reisefachbegleitung und Experten*innen unterwegs vor Ort sind: Prof. Dr. Egdunas Racius (Kaunas), Prof. Dr.Adas Jakubauskas (Vilnius), Wladimir Kostin, M.A. (Moskau) u.a.