Das Magdeburger Symposium ist eine Initiative des gleichnamigen Vereins an der Universität Magdeburg unter Schirmherrschaft  von Prof. Dr. Gesine Schwan und des Europäischen Parlaments. Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, hatte dies ermöglicht. Zum kompletten Programm des Magdeburger Symposiums gelangt man hier.

ICATAT: Inputreferate und Diskussion zum Schweigen der Friedensbewegung, Flüchtlingselend in Ost-Europa und dem Ausblenden gemeinsamer europäischer Geschichte

Im Rahmen dieses 2. Magdeburger Symposiums an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bietet das ICATAT einen Workshop an: „Als noch Frieden war…  Krim-Annexion, Ukraine-Krieg und die Folgen“ Zusammen mit einem Vetrteter der jungen krimtatarischen Initiative „Qırımlı“ werden folgende Themen beleuchtet: Nach dem Zusammenbruch der „realsozialistischen“ Staaten Osteuropas herrschte in Ost und West eine Aufbruchsstimmung und Hoffnung auf ein demokratisches Europa in Frieden, ohne Konfrontation und Wettrüsten. Besonders Jugendliche und NGO´s auch nationaler Minderheiten engagieren sich im Osten und Süden Europas für diesen Traum – meist ohne großes Budget, ohne Unterstützung durch Schule oder Stiftungen. Doch seit der Annexion der Krim und dem Ukraine-Krieg stellen sich viele demokratisch Engagierte in der Ukraine und in der Rußländischen Föderation auch Fragen: Warum ist die Haltung vieler Menschen in Mittel- und Westeuropa so schwankend oder ignorant, warum erfahren wir keine Solidarität durch die ehemals starke deutsche Friedensbewegung? Die Anzahl der Binnenflüchtlinge in der Ukraine überstieg im März 2015 die Millionenmarke: Warum sind Flüchtlinge im Mittelmeer Thema und weniger die im Osten Europas? Die muslimischen Krimtataren waren kurz im Fokus der Massenmedien nach der Annexion der Krim 2014. Heute sind sie mitsamt der Krimthematik aus den Medien verschwunden. Welche Stereotypen und Wahrnehmungen sind der Grund für diese Entwicklungen? Wir präsentieren und diskutieren die Perspektive der Opfer von Krieg und Vertreibung, der Engagierten in Osteuropa, aber auch russische und ukrainische Nationalismen, Propaganda und Geschichtsbilder. Und: Welche Jugendbewegungen und NGO´s arbeiten derzeit für den Frieden in der Ukraine, Rußland und bei uns?

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