gauck

Mit den Mädchen der ICATAT-Zeitensprünge-Geschichtswerkstatt „Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg“ eingeladen in das Schloß Bellevue von Bundespräsident Joachim Gauck, November 2013.

Rückblick 2013 und Projekt-Vorschau 2014

Nach einem äußerst erfolgreichen Jahr 2013 wird das nächste Jahr neue Herausforderungen bringen: Bildungsreisen, Schülerworkshops, Vorträge an Akademien, Universitäten und im Rahmen der Erwachsenenbildung, Forschungsprojekte in Kooperation mit tatarischen, deutschen und türkischen Bildungseinrichtungen werden vorbereitet.

Rückblick 2013

In 2013 war das ICATAT auf Konferenzen und Symposien in Finnland, der Ukraine, Griechenland und Deutschland präsent. Wir wurden aufgenommen in des Netzwerk für Demokratie und Toleranz Sachsen-Anhalt und wurden Kooperationspartner der Bundeskoordination „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Ebenfalls seit diesem Jahr ist das ICATAT institutionelles Mitglied der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. Damit sind wir ab 2014 anerkannter landesweiter Träger der Jugendhilfe nach SGB VIII und zusammen mit der lkj ein wichtiges Bindeglied in der Querschnitts­aufgabe zwischen sozialer Arbeit, Bildung, Kultur und bürgerschaftlichem Engagement. Dies entspricht ganz unserem Engagement der letzten Jahre: Multiplikator und Vermittler sein zwischen Wissenschaft, Pädagogik, Kultur und Jugendarbeit.

Wir organisierten international besetzte Symposien, Diskussionsrunden, Panels, Ausstellungen und Workshops an der Friedrich-Wilhelms-Universität Münster, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik Berlin, in der Ukrainischen Botschaft Berlin, an der Ostsee-Akademie Lübeck

Mit zwei öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen des Hiddensee-Sommer-Colloquiums ist auch dieses beliebte und viel beachtete Segment unseres Portfolios gewachsen.

Die Jugendgeschichtswerkstätten „Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg“ (Hegel-Gymnasium Magdeburg/lkj LSA) sowie „Für wen kämpfte Jussuf“ (mit Schulen und Vereinen des Landkreises Leipzig) sind Höhepunkte bei der pädagogischen Arbeit des ICATAT 2013 gewesen: Die entsprechenden Blogs werden weiter betreut und als Wissensressourcen ausgebaut. Das Projekt „Schöner zusammen leben mit Döner in Magdeburg„, gefördert von der Bosch-Stiftung/Stiftung Mitarbeit wird weitergeführt und der erarbeitete interaktive interkulturelle Döner-Stadtplan Magdeburg im Februar ans Netz gehen. (Projektlaufzeit bis Juno 2014)

weihnachtsgruß 2013

Projektvorschau 2014

Besonders in Hinblick auf den 70. Jahrestag der Deportation und des Genozids an den Krimtataren werden umfangreiche Projekte krimtatarisch-deutschen Beziehungen, krimtatarischer Philologie, Kultur und Geschichte gewidmet sein. In diesem Rahmen beteiligt sich das Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien erneut an der Ausgestaltung und Konzeption der Tage des Deutsch-Krimtatarischen Dialogs 2014.

Unter anderem wird es Begegnungsreisen von ehemaligen krimtatarischen ZwangsarbeiterInnen nach Deutschland geben, eine Studienreise führt zum Jahrestag der Deportation auf die Krim und Forschungsprojekte widmen sich den krimtatarischen Ermordeten und Gestorbenen der deutschen Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager in der Ukraine und Deutschland. Eine Lesereise wird die Aktivitäten von Cafer Seydahmet, des letzten Außen- und Verteidigungsministers der prä-bolschewistischen Demokratischen Republik Krim, vorstellen.

Ein wichtiger Teil der ICATAT-Aktivitäten 2014 richten sich auf Projekte mit neuen Partnern. Ein wichtiger Partner für 2014 ist das Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau. Dort wird ab dem Frühjahr die Ausstellung „Türcken, Mohren und Tartaren – Muslime in Brandeburg-Preußen“ zu sehen sein, die in Kooperation mit unserem Institut erstellt wird. Begleitend wird es ein Symposium sowie ein Projekt zur Jugend- und Erwachsenenbildung geben: „Ali und Hanife in Brandenburg – Museum&ICATAT über Land“.

Die ICATAT-Vorträge und -Panels am Akademien, Volkshochschulen (z.B. Magdeburg), dem WOCMES-Kongress in Ankara, der ISSEI-Konferenz „Images of Europe: Past, Present, Future“ in Porto/Portugal und Turkologie/Orientalistik-Konferenzen in Polen* werden sich ebenfalls krim- und wolgatatarischen Themen widmen.

* 2nd Conference of Islamic Art in Poland "Polish-Lithuanian Commonwealth – Ottoman Empire: art & architecture – religions – societies" September 15th -17th, 2014, Warsaw sowie die "Third International Congress of Turkology `600 Years of Polish-Turkish Relations – Research on Turkology Yesterday, Today and Tomorrow` 25-27th June 2014.