schloss  Neues BildDas ICATAT präsentierte auf dem 32. Deutschen Orientalistentag (DOT) das Panel „Interkulturkontakte im regionalen Kontext: 200 Jahre Napoleonkriege – Tataren, Baschkiren, Kalmüken in Deutschland als semantisches Reservoir in Historiografie und interkultureller Bildung“. Der 32. DOT 2013 war mit 1300 Akademikern das größte Fachtreffen von Orientwissenschaftlern in Eurasien. Anwesende Orientforscher wiesen auf Krisenbedingungen in vielen Regionen Afrikas und der arabischen Welt hin – Kulturgüter durch Kriege und Revolutionen seien bedroht, doch trotz Gefahren geht die Erforschung der Geschichte und Gegenwart des Orients weiter. Das ICATAT-Panel beleuchtete ein zu oft vernachlässigtes Forschungsgebiet: Den Euroislam in seiner ursprünglichen Ausprägung, nämlich in den Gebieten Osteuropas mit autochthoner muslimischer Bevölkerung: die Krim, das Wolga-Ural-Gebiet und das Baltikum. Während in der Osteuropaforschung der islamische Kulturkreis des Ostens nur peripher behandelt wird und in der Islamwissenschaft auf den Großraum Maghreb, Naher Osten und Afrika fokussiert wird, setzt das ICATAT seit Jahren auf Themen zu Geschichte und Kultur der islamischen Gesellschaften Osteuropas bzw. kontemporär auf Turkvölker mit islamischem Kulturhintergrund.

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v.l.n.r.: Dr. Stephan Theilig, Prof. Dr. Ismail Kerimov, Dr. Marat Gibatdinov, Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Dipl. phil Temur Kurshutov, Prof. Dr. Adas Jakubauskas, Prof. Dr. Iskander Gilyazov, Dr. Roman Siebertz