200 Jahre Napoleonische Kriege.

Vortrag anlässlich des 200. Regimentsjubiläum 1813-2013 des Magdeburgisches Husarenregiment Nr. 10 in Stendal

Stendal Husaren 200

Die Napoleonischen Kriege werden im kulturellen Gedächtnis meißt erinnert als Aufbruch der Deutschen zur Überwindung der Kleinstaaterei, als Beginn des deutschen Patriotismus einerseits. Andererseits ist diese Zeit überliefert als Ära der großen Schlachten und massenhafter Einquartierungen fremder Soldaten. Eine Komponente dieser Erinnerung wird jedoch vernachlässigt: Die Teilnahme von Muslimen und Buddhisten an den Napoleonischen Kriegen. Mameluken, Tataren, Baschkiren, Tschuwaschen und viele weitere Ethnien fochten in den Reihen aller Kriegsparteien auch in der Altmark. Mit einem Vortrag nähern wir uns diesen vermeintlich exotischen Soldaten in unserer Heimat.

 

In diesem Jahr wird in Deutschland das 200. Jubiläum der Völkerschlacht bei Leipzig und der Schlacht an der Göhrde begangen. Doch auch abseits der großen Schlachten kamen die preußische und sächsische Bevölkerung in Berührung mit den Soldaten ferner Gegenden. Speziell der Beitrag der tausenden muslimischen und turksprachigen Soldaten der sächsischen, russischen, preußischen und französischen Armee – Tataren, Baschkiren, Kirgisen – sowie der Kosaken, Tschuwaschen, Jakuten und buddhistischen Kalmücken sind ein weitgehend unbeachtetes Kapitel der Napoleonischen Zeit. In meinem Vortrag gehe ich auf die Herkunftsregionen, Sprachen und Kulturen dieser Truppenkontinente ein und gebe Erlebnisberichte, Anekdoten und Gedichte aus unserer Heimat wieder (u.a. von Bismarck, F. Meinecke, Fontane; Danneil): Wie empfand und empfing die einheimische Bevölkerung in Gardelegen, Salzwedel und anderen Orten diese exotischen Reiter, welche Bilder hinterließen sie in den Köpfen der Menschen und in der Literatur und was können wir für heute daraus lernen?

Ort: Stendal, Festzelt           Termin: 11. Mai 2013, 17.00 Uhr

Mehr Informationen zur Jubiläumsveranstaltung hier.