Seit den Schlachten bei Liegnitz 1241  und Tannenberg 1410 ist das Ethnonym Tatar oder fälschlich Tartar/Tater/Tatter negativ belegt als Ausdruck für wilde Reiter der Muslime aus dem Osten. Der Vortrag geht den Spuren in der Altmark nach, die Tataren und Türken als auch die, die dafür gehalten wurden, in Feld-, Flur- und Ortsnamen sowie in Texten und Bildern der Zeit hinterlassen haben. Zusammen mit den Gästen unternehmen wir eine Zeitreise von den Hunnen und Awaren über die muslimischen Lanzenreiter der preußischen und sächsischen Armee bis zu den Kosaken und Tataren des 19./20. Jahrhunderts in der Altmark. Wir hören von den „Beutetürken aus Buch bei Tangermünde“, vom „Tartarenkönig von Taterberg“, dem „Kettelböter von Peckfitz“, von Kosaken, Baschkiren und Tataren in Salzwedel, Tangermünde und Gardelegen, von der „Türkin des Ritter von Jagow zu Aulosen“ und ähnlichen Begebenheiten. Inwiefern diese Hinterlassenschaften „echte Geschichte“ widerspiegeln oder auf lang tradierte Fremdenangst und eigene Befindlichkeiten der altmärkischen Autoren verweisen, soll im Vortrag ebenfalls diskutiert werden. Den Informatins-Flyer für die Veranstaltung in der Salzkirche in Tangermünde finden sie hier.

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