20 – 22 September,  2012

„Soldaten gehören in Kriegs- und Friedenszeiten zu den mobilsten Gruppen einer Gesellschaft. Welche Folgen haben Mobilität und Migration? Über welche Erfahrungen berichten die Soldaten? Wie verändert sich ihre Identität?“ Diesen Fragen ging man auf einer Fachtagung in Osnabrück nach. Eine interdisziplinäre Gruppe von Historikern und Migrationsforschern behadelte an drei Konferenztagen in Osnabrück eine breite Palette von Themen . Sie reichte von den Migrationserfahrungen griechischer Soldaten Alexanders des Großen als Siedler im Norden Afghanistans (Baktrien) bis zu römischen Legionären in Ägypten und muslimischen Soldaten in preußischen Diensten im 18. Jahrhundert. Der ICATAT-Forscher Stephan Theilig nahm mit einem Vortrag an der Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte in Osnabrück teil. Der Frühneuzeit-Historiker und Hispanist hielt seinen Vortrag zum Thema: „Migration, Transformation und Integration tatarisch-muslimischer Soldaten in die preußische Kavallerie. Der preußische Tataren-Pulk beim Bosniaken Regiment in (Neu-) Ostpreußen zwischen 1795 und 1800.“ im Rahmen der „Krieg, Militär und Mobilität von der Antike bis in die Gegenwart“ betitelten Jahrestagung des Arbeitskreis Militärgeschichte e.V., die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, unterstützt vom Hamburger Institut für Sozialforschung, durchgeführt werden konnte.