Monatlicher interkultureller Stadtspaziergang und Jugendbildungsprojekte zu deutsch-islamischer Geschichte in Magdeburg und Sachsen-Anhalt.

Mehmed Ali Pascha,
geboren als Ludwig K. F.
Detroit in Magdeburg
(*18.11.1827-
† 7.9.1878
in Đakovica)

Der osmanische
Publizist und
Orientwissen-
schaftler „Ishtiraki“
(اشتراكى), geboren
in Wolmirstedt,
ausgebildet in Magdeburg

Bruno Taut, Architekt in Magdeburg und Istanbul, begraben als einziger Deutscher auf dem Märtyrer-Friedhof in Istanbul-Edirnekapi

Osmanischer Pascha als „Dauer-Camper“ mitten im Magdeburg des 17. Jahrhunderts. Was ist dran an der Legende vom „Goldenen Zelt“?

Wem ist in Erinnerung, dass einer der aktivsten progressiven Publizisten des Osmanischen Reiches – „Al Ishtiraki“ – seine Karriere am Magdeburger Domgymnasium begann oder dass der osmanische Verhandlungsführer beim Berliner Kongress von 1878 – Mehmed Ali Pascha – ein Hugenotte aus Magdeburg war? Und was hat es mit dem Tatarenturm des Magdeburger Doms auf sich? Wer kennt den Osmanischen Pascha, der als “Dauer-Camper” mitten im Magdeburg des 17. Jahrhunderts im “Goldenen Zelt” residierte. Was ist dran an der Magdeburger Legende vom “Teufel und dem Tartarenkönig” oder an Heinrich Zschokkes „Pascha von Buda“? Wieviele Muslime leben heute in unserer Stadt und woher kamen sie? Wer glaubt, die Geschichte muslimisch-deutscher Beziehungen fing zuerst in Westdeutschland mit den sogenannten Gastarbeitern an – und in der DDR gar erst nach der Wende – wird auf dem Streifzug durch Gegenwart und Vergangenheit des Islams in Magdeburg und deutscher Kultur in der Türkei dazulernen. Den Abschluss des Spazierganges bildet  ein Besuch bei der Islamischen Gemeinde Magdeburg in der Al-Rahman-Moschee und ein anschließendes Abendessen in einem orientalischen Bistro Magdeburgs. Bisher waren wir immer abwechselnd im Bingöl, Kodat-Grill, KönigsDöner und im Acar zu Gast.

Kompetenter Stadtführer ist der Turkologe und Islamwissenschaftler Dr. Mieste Hotopp-Riecke vom ICATAT Berlin-Magdeburg. 
Nächste Termine:
  • Mo., 18.08.2014, 17.30 bis 19.30 Uhr  (Anmeldung über icatat@gmx.de erforderlich)
  • Mo., 8.09.2014, 17.30 bis 19.30 Uhr  (Anmeldung über icatat@gmx.de erforderlich)
  • Mo., 06.10.2014, 16.30 bis 18.30 Uhr  (Anmeldung über VHS Magdeburg erforderlich)
  • Mo., 03.11.2014, 15.30 bis 17.30 Uhr  (Anmeldung über VHS Magdeburg erforderlich)

Fachbereichsleiterin Dörte Neßler an der Städtischen Volkshochschule Magdeburg nimmt Ihre Anmeldungen entgegen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0391/535477-15 sowie per E-Mail: d.nessler@vhs.magdeburg.de

Buchungen für Kleingruppen nach Vereinbarung
Treffpunkt: Tatarenturm am Magdeburger Dom
Kosten: 15,00 €  p. Psn. (Schüler/Studenten-Ermäßigung mgl.).

Anmeldung unter: icatat@gmx.de / 01573-1758823

Neben dem Stadtspaziergang bietet das ICATAT Magdeburg auch Schülerworkshops und Jugendseminare unter dem Titel „Der Pascha von Magdeburg“ an. Schülerinnen und Schüler, Jugendliche und Studenten erwerben dabei Wissen um die interkulturelle Geschichte der Stadt Magdeburg und der Regionen Sachsen-Anhalts (Siehe Schüler-Geschichts-Werkstatt „Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg“ am Hegel-Gymnasium Magdeburg). Mit Biographiearbeit, Namenskunde und praktischen Übungen (Genealogie/Archivrecherche, Fotosafari, Text- und Videoproduktion) verbunden entdecken die Teilnehmenden verborgene „fremde“ Geschichten in der Eigenen. Unsere Partner dabei sind die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA), die Landesvereinigung  kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. (LKJ) und die Deutsche Jugend in Europa (DJO). Auf Kongressen und Seminaren in Finnland, Tatarstan, Polen, Deutschland sowie in in- und ausländischer Presse sind die Jugendbildungsmodule des ICATAT-Programms „Der Pascha von Magdebvurg“ vorgestellt und diskutiert worden. Eine Übersicht als Artikel in „SOZIOKULTUR“ als pdf hier.

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PRESSESTIMMEN zum „Pascha von Magdeburg“

Als erstes berichtete das Stadtmagazin DATES, S.4 vom Julei 2012 über den interkulturellen Stadtspaziergang (PDF hier).

Der Mitteldeutsche Rundfunk und die Volksstimme (Magdeburg) berichteten je drei mal über unseren interkulturellen Stadtspaziergang. Die Artikel sind hier teils dokumentiert (26.1.2013: „Spannender Spaziergang auf den Spuren des Islams in Magdeburg„). Magdeburg Kompakt brachte in Ausgabe 29 (II/7-2014) auf den Seiten 34/35 (Gesichter&Geschichten) den Artikel „Das Erbe des Paschas von Magdeburg„.

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Lehrer aus Baschkortostan auf den Spuren des Paschas von Magdeburg

Der Tatarenturm des Domes St. Mauritius und Katharina zu Magdeburg am südöstlichen Ende des  Rempterganges. Erbaut um 1241 auf Geheiß Erzbischofs Wilbrand von Käfernburg,  ist der älteste Magdeburger Wehrturm.

Es gab schon immer Beides: Austausch mit der Fremde als auch Angst vor ihr. Zeugnis der Tatarenangst vergangener Jahrhunderte ist der Tatarenturm von Magdeburg, Startpunkt der Stadtführung.

Auf der ehemaligen Schmiedehofstraße stand das legendäre Goldene Zelt des osmanischen Pascha-Sohnes im 17. Jahrhundert, heute der Platz des türkischen Bistro-Restaurants ACAR im  Magdeburger Allee-Center.

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Eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern des Gymnasiums 93 in Ufa, der Hauptstadt der Republik Baschkortostan, war auf Einladung ihrer deutschen Partnerschule eine Woche in Deutschland. Die Kolleginnen und Kollegen des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums Weferlingen und die russischen, baschkirischen und tatarischen Gäste unternahmen in Magdeburg eine gemeinsame Reise durch die interkulturelle Geschichte Magdeburgs auf den Spuren von Osmanen, Baschkiren, Tataren und Türken in der Stadt. Spannend, amüsant und lehrreich fanden die Gäste aus der russländischen Teilrepublik diesen Stadtrundgang der besonderen Art. Erstaunt stellten sie fest, wieviel Querverbindungen es zwischen Baschkiren, Tataren und Deutschen in Magdeburg und Sachsen-Anhalt es in der Vergangenheit gegeben hat. Vom Tatarenturm am Magdeburger Dom führte die Spurensuche bis zur ehemaligen Schmiedehofstraße, wo das legendäre Goldene Zelt eines osmanischen Paschasohnes gestanden haben soll. Während auch die anderen Begegnungen zwischen Baschkiren, Tataren, Osmanen und Deutschen stets im Zusammenhang mit Krieg und Gewalt gestanden hätten, seien heutige Begegnungen dem gegenseitigen Lernen und dem Kulturaustausch gewidmet, freuen sich die tatarische Lehrerin Alsu Kolzowa und ihre Kollegen aus der fernen Republik am Ural.

Auch die Volksstimme berichtete vom pädagogischen Austausch Weferlingen-Ufa („Lehrer aus Ufa zu Gast am Weferlinger GymnasiumVon Baschkortostan nach Sachsen-Anhalt).

Foto

Auf osmanisch-tatarischen Spuren in Magdeburg mit tatarischen und russischen Akademikern der Nationalen Alexei-Andrejewitsch-Tupolew-Universität für Technik Kasan (КНИТУ-КАИ) unter Vorsitz des Leiters der Abteilung für internationale Beziehungen, Prof. Dr. Alexander Snegurenko. Die Delegation weilte in Magdeburg, um die Gründung der ersten Deutsch-Russischen Universität vorzubereiten. Zusammen mit der TU Ilmanau wird die OvGU und die КНИТУ-КАИ als ersten Schritt das German-Russian Institute of Advanced Technologies“ (GRIAT) in Kasan, Republik Tatarstan, gründen. Offizielle Eröffnung des neu erbauten Campus wird im September sein.

Volksstimme 15.12.2012

Volksstimme 26.01.2013

Volksstimme 26.01.2013