helsinki-universityIn Helsinki use to be held the international conference TATAR CULTURE AND RESEARCH, 16−17 May 2013, at the University of Helsinki. Dr. Marat Gibatdinov (Academy of Science Republic of Tatarstan / ICATAT adv.board) and Dr. des. Mieste Hotopp-Riecke (Head of ICATAT) will take part with two lectures (“The Image of Muslims and Tatars in the European History Textbooks”, Gibatdinov;  “Tatarica research in Germany – Exercise and potentiality. New documents concerning Tatar-German history (1420´s-1786) as an instrument in intercultural education”, Hotopp-Riecke). The scientific event is organised by the The Academy of Finland research project The Governance of Transnational Islam (The Study of Religions, Faculty of Theology) and Islamic Congregation of Finland. The complete Conference Program is use to be find here.

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200 Jahre Napoleonische Kriege.

Vortrag anlässlich des 200. Regimentsjubiläum 1813-2013 des Magdeburgisches Husarenregiment Nr. 10 in Stendal

Stendal Husaren 200

Die Napoleonischen Kriege werden im kulturellen Gedächtnis meißt erinnert als Aufbruch der Deutschen zur Überwindung der Kleinstaaterei, als Beginn des deutschen Patriotismus einerseits. Andererseits ist diese Zeit überliefert als Ära der großen Schlachten und massenhafter Einquartierungen fremder Soldaten. Eine Komponente dieser Erinnerung wird jedoch vernachlässigt: Die Teilnahme von Muslimen und Buddhisten an den Napoleonischen Kriegen. Mameluken, Tataren, Baschkiren, Tschuwaschen und viele weitere Ethnien fochten in den Reihen aller Kriegsparteien auch in der Altmark. Mit einem Vortrag nähern wir uns diesen vermeintlich exotischen Soldaten in unserer Heimat.

 

In diesem Jahr wird in Deutschland das 200. Jubiläum der Völkerschlacht bei Leipzig und der Schlacht an der Göhrde begangen. Doch auch abseits der großen Schlachten kamen die preußische und sächsische Bevölkerung in Berührung mit den Soldaten ferner Gegenden. Speziell der Beitrag der tausenden muslimischen und turksprachigen Soldaten der sächsischen, russischen, preußischen und französischen Armee – Tataren, Baschkiren, Kirgisen – sowie der Kosaken, Tschuwaschen, Jakuten und buddhistischen Kalmücken sind ein weitgehend unbeachtetes Kapitel der Napoleonischen Zeit. In meinem Vortrag gehe ich auf die Herkunftsregionen, Sprachen und Kulturen dieser Truppenkontinente ein und gebe Erlebnisberichte, Anekdoten und Gedichte aus unserer Heimat wieder (u.a. von Bismarck, F. Meinecke, Fontane; Danneil): Wie empfand und empfing die einheimische Bevölkerung in Gardelegen, Salzwedel und anderen Orten diese exotischen Reiter, welche Bilder hinterließen sie in den Köpfen der Menschen und in der Literatur und was können wir für heute daraus lernen?

Ort: Stendal, Festzelt           Termin: 11. Mai 2013, 17.00 Uhr

Mehr Informationen zur Jubiläumsveranstaltung hier.

Zwischen Fremdheit und Nähe. Interkulturkontakte im Kontext 200 Jahre  Napoleonische Kriege 1813-2013

ViaTurcorum

ViaTurcorum

Das interCultura-Festival ist das jährlich stattfindende interkulturelle Festival des ZEOK e.V. – des Zentrums für Europäische und Orientalische Kultur Leipzig. In diesem Jahr in Kooperation mit dem ICATAT Berlin-Magdeburg.
Anlässlich des 200. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig, widmet sich die interCultura in diesem Jahr den Turkvölkern und deren Kulturkontakten, sowie der wechselseitigen Beeinflussung mit Leipzig und Umgebung. Unter den 100 000 Opfern dieses grausamen Kampfes vor 200 Jahren waren auch tausende Muslime und Buddhisten aus dem Osten Europas. Zahlreiche turksprachige Menschen – Tataren, Baschkiren, Kirgisen, Kasachen – sowie buddhistische Kalmyken, die durch ihre außergewöhnliche Bekleidung und Bewaffnung (u.a. Pfeil, Bogen, Lanzen) besonders auffielen, kämpften in den Reihen vor allem der russischen – aber auch der sächsischen, preußischen und französischen Armee.
Das Erscheinen turksprachiger Truppen in Deutschland durch die Teilnahme am Napoleonischen Krieg bedeutete aber auch eine mentalitätshistorische Zäsur im positiven Sinne: Muslime waren nicht mehr nur verbreiteten Vorurteilen ausgesetzt, eine Bedrohung zu sein, sondern wurden vielerorts als Befreier willkommen geheißen. Die  Kulturkontakte zwischen Turkvölkern und Mitteleuropäern verliefen auch in den folgenden Jahrhunderten meist im Kontext von Krieg und Eroberung, durch die massenhaften Interkulturkontakte in der Napoleonzeit jedoch wurden das erste Mal alte Stereotypen gebrochen, am einquartierten Gast falsifizierbar… Auch in Leipzig und Umgebung kam es zu einem regen Warenaustausch mit dem islamischen Osten.
Ende des 20. Jahrhunderts kam es zur unmittelbaren Begegnung von Menschen mit türkischen Wurzeln und solchen mit Ostdeutscher Biografie. Klischees, Vorurteile und Missverständnisse, aber auch das Bemühen um ein offenes Miteinander und Freude über Neues im Alltag, prägen seitdem die wechselseitigen Beziehungen..
Die interCultura bemüht sich um eine Vernetzung von Vergangenheit und Gegenwart, von Wissenschaft und Kunst, von Wort und Musik aber auch um die Aufhebung verallgemeinerter wechselseitiger Betrachtungen. Vor allem will sie eins zeigen: Die Vielfalt und die Verflechtung der Welt steckt oft in allzu Alttäglichem – diesmal beleuchtet am Beispiel der turksprachigen Völker im mitteldeutschen Kontext.

Das Programm der InterCultura aus Lesungen, Konzerten, Filmabenden und Vorträgen finden sie hier ausführlich sowie –> als Plakat InterCultura2013 und hier als Flyer InterCultura 2013

Programm (Kurzversion 

Mo, 13. Mai, 20Uhr,  TIPI/Westwerk,   Vernissage und Lesung: Suzan Emine Kaube (dobrudscha-tatarisch-türkisch-deutsche Werke)

Di, 14. Mai, 20Uhr,    TIPI/Westwerk,   Autorenlesung, Vortrag & Diskussion: Von Mongolen, Böhmen und Hacksteak Tatar“ mit Jaromir Konecny und Dr. des. Mieste Hotopp-Riecke

Do, 16. Mai, 18Uhr,  TIPI/Westwerk, Vortrag: Nasur Yurushbaev & Peter-Hugo Scholz„Das andere Leipzig im Ural“

Fr, 17. Mai, 18Uhr,  TIPI/Westwerk, Vortrag:  Dr. Olaf Günther „Mythos Turkmenistan“

Sa, 18. Mai, 14Uhr,  GRASSI Museum für Völkerkunde, Führung: Dr. Wolf-Dieter Seiwert  „Orientalische Spuren in Leipzig: Turkvölker im GRASSI“

Do, 23. Mai, 20Uhr, TIPI/Westwerk,  Kino: Dokumentation von Nasur Yurushbaev „Töne der Quray über der Seine“

Fr, 24. Mai, 21Uhr,  TIPI/Westwerk,  Kino: Überraschungsfilm zu Sibirien mit einer Einführung

Fr, 24. Mai, 21Uhr, TIPI/Westwerk,  Konzert:  Tschiltan – Musik der Turkvölker (Berlin)

Sa, 25. Mai, 21Uhr, TIPI/Westwerk, Konzert: Galata (Halle) Klänge aus Anatolien, Mittelmeerraum, Balkan & dem Nahen Osten

So, 26. Mai, 19:30Uhr,   naTo,  Kino:  „Tulpan“ (Asa, Samal und Tulpan: Leben in der kasachischen Steppe)

Mo, 27. Mai, 18Uhr, TIPI/Westwerk, Vortrag:  Dr. des. Rita Sanders „Kulturkontakte innerhalb Kasachstans sowie zwischen Kasachstan und Deutschland“

Di, 28. Mai, 19:30Uhr, naTo, Kino: Film von Nasur Yurushbaev  „Die Trasse – Das einzig wahre Abenteuter des Sozialismus“;
anschließend: Gesprächsrunde mit dem
Regisseur und ehemaligen Trassenarbeitern

Mi, 31. Mai, 21Uhr,   TIPI/Westwerk , Finissage und Konzert:  LLLL (Leipzig)

Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg 

                                                         – Zeitensprünge-Geschichts-AG 2013

Die Jury des Zeitensprünge-Programms der Stiftung Demokratische Jugend bewertete das Schüler-Pogramm des ICATAT als qualitativzeitenspr hochwertig und förderungswürdig*. Hegel-Gymnasium-MagdeburgAb April 2013 bis zum Jugendgeschichtstag Sachsen-Anhalt im Winter wird unter Federführung des ICATAT am Hegel-Gymnasium Magdeburg eine Schularbeitsgemeinschaft unter dem Titel “Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg” gemeinsam mit der Großelterngeneration von Magdeburgern und zugezogenen muslimischen Neumagdebürgern auf Erinnerungs- und Entdeckungsreise in unserer Stadt gehen:
Wer erinnert sich noch an die Magdeburger Sagen, in denen Tataren, Türken und Osmanen eine Rolle spielen, wer kennt noch die entsprechenden Häuser und die Sandsteintürken im Dom, die erst 1945 zerstört wurden? Wer weiß woher der Tatarenturm am Dom seinen Namen hat? Warum schrieb Theodor Heuss 1948 einen Text gerade über den Magdeburger Karl Friedrich Detroit, den späteren Mehmed Ali Pascha? Warum gingen Ernst Reuter, Bruno Taut und Friedrich Schrader in die Türkei und was hinterließen sie in Magdeburg? All das fragen die Schüler die Nachbarn von Fern und von nah nebenan, die Älteren und die Jungen.
Zusammen mit Journalisten aus Magdeburg werden Texte veröffentlicht und in einem eigenen Projekt-blog werden Fundstücke deutsch-islamischer Geschichte präsentiert, die zeigen, welche Erinnerungen daran noch wach sind oder wie sich Magdeburger – Deutsche und Migranten – darin wiedererkennen.

Nach der erfolgreichen Präsentation auf Pädagogik-Kongressen wie zum Beispiel in 2012 auf dem III. Allrussischen Festival für Pädagogik an der Staatsuniversität Kasan (Republik Tatarstan/Russländische Föderation) ist dies ein weiterer Schritt, die Module des ICATAT-Programms “Der Pascha von Magdeburg” populärer zu machen und in die Praxis umzusetzen. Ein Werkstattbericht ist hier einzusehen (Artikel in Festschrift zu Ehren des Turkologen Leonid Arslanov). Zeitensprünge

* Jurymitglieder waren unter anderem VertreterInnen der Landeszentrale für poli-
tische Bildung Sachsen-Anhalt, der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Ju-
gendbildung (lkj), des Ministeriums für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt u.a.

Seit den Schlachten bei Liegnitz 1241  und Tannenberg 1410 ist das Ethnonym Tatar oder fälschlich Tartar/Tater/Tatter negativ belegt als Ausdruck für wilde Reiter der Muslime aus dem Osten. Der Vortrag geht den Spuren in der Altmark nach, die Tataren und Türken als auch die, die dafür gehalten wurden, in Feld-, Flur- und Ortsnamen sowie in Texten und Bildern der Zeit hinterlassen haben. Zusammen mit den Gästen unternehmen wir eine Zeitreise von den Hunnen und Awaren über die muslimischen Lanzenreiter der preußischen und sächsischen Armee bis zu den Kosaken und Tataren des 19./20. Jahrhunderts in der Altmark. Wir hören von den „Beutetürken aus Buch bei Tangermünde“, vom „Tartarenkönig von Taterberg“, dem „Kettelböter von Peckfitz“, von Kosaken, Baschkiren und Tataren in Salzwedel, Tangermünde und Gardelegen, von der „Türkin des Ritter von Jagow zu Aulosen“ und ähnlichen Begebenheiten. Inwiefern diese Hinterlassenschaften „echte Geschichte“ widerspiegeln oder auf lang tradierte Fremdenangst und eigene Befindlichkeiten der altmärkischen Autoren verweisen, soll im Vortrag ebenfalls diskutiert werden. Den Informatins-Flyer für die Veranstaltung in der Salzkirche in Tangermünde finden sie hier.

http://www.facebook.com/icatat?ref=hlBild

200 Jahre Völkerschlacht bei Leipzig – 200 Jahre Tatarengrab Kleinbeucha: Deutsch-Muslimische Interkulturgeschichte im regionalen Kontext

Internationales Symposium und Jugend-Workshop zur Eröffnung des Gedenkjahres Leipziger Völkerschlacht 1813-2013 am 6./7. April in Borna, Freistaat Sachsen

2013 ICATAT Projekte

Das Zentrum für regionale und kulturhistorische Forschungen des Heimatvereins des Bornaer Landes, das ICATAT  Magdeburg-Berlin und das ZEOK (Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur Leipzig) veranstalten dieses Symposium und eine begleitende Jugend-Medien- und Geschichtswerkstatt von März bis Mai 2013. Mit Unterstützung der “Kulturraum Leipziger Raum”, der Sparkassenstiftung Leipzig, der Landesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (LkJ-Programm “Pathfinder”) und der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung.

Wissenschaftler aus Tatarstan, der Krim, Litauen und Deutschland kamen zusammen mit Vertretern der tatarischen Migrantenverbände Deutschlands, Regionalhistorikern und Pädagogen aus Sachsen sowie engagierten Bürgern aus der Nachbarschaft des Tatarengrabes von Kleinbeucha um über Geschichte, gesellschaftliche Rezeption und pädagogische Möglichkeiten rund um die Kulturstätte in Kleinbeucha zu debattieren. Ein Jugend-Workshop wird dieses Ereignis mit vorbereiten, begleiten und dokumentieren.

In den letzten Jahren wurden am Tatarengrab in Kleinbeucha umfassende Renovierungen vorgenommen und Veranstaltungen abgehalten. Dokumentiert sind diese unter http://www.beucha.de/116.html und in der KUS-Broschüre der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land (S. 8, S. 46-55).

Informationen zum Symposium finden sich hier (Kurzfassung по-русски здесь); zum Jugendworkshop hier. Das Programmheft 200 Jahre Tatarengrab finden sie hier.

Veranstaltungsort war das Stadtkulturhaus, 04552 Borna, Sachsenallee 47. Alle Informationen die Pathfinder-Jugendwerkstatt “Für wen kämpfte Jussuf, Sohn des Mustafa?” betreffend finden sie auf deren Projekt-blog.

 

PRESSESTIMMEN

Hier finden Sie eine Auswahl der Presseveröffentlichungen Symposium und Jugendwerkstatt betreffend.

Für 2013 sind unterschiedliche Veranstaltungs- und Forschungsdesigns geplant, die unter dem Titel “Zwischen Fremdheit und Nähe. Tataren, Baschkiren, Kalmüken in Deutschland: Interkulturkontakte im Kontext der Napoleonischen Kriege 1813-2013″ zusammengefasst sind.  2013 ICATAT Projekte

Unter anderem werden Vorträge in Zusammenarbeit mit diversen Geschichts-Instituten, Akademien, Museen und Forschunsgeinrichtungen in Berlin, Aschersleben, Bernburg, Leipzig, Dresden, Borna, Magdeburg, Tangermünde, Salzwedel und Travemünde gehalten. Auf der Ostseeinsel Hiddensee wird es vom 4.-16. August 2013 eine ICATAT-Summer-School zum Thema geben, zu der Gastwissenschaftler aus Tatarstan, von der Krim und aus Polen anreisen werden. Eine internationale interdisziplinäre Konferenz zum Tatarengrab von Kleinbeucha wird am 6./7. April in Borna zusammen mit dem Zentrum für regionale und kulturhistorische Forschungen des Heimatvereins des Bornaer Landes  und dem ZEOK (Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur Leipzig) durchgeführt. Das ZEOK wird von uns unterstützt bei der diesjährigen InterCultura “Via Turcorum” (13.-30.05.2013) und auf dem Deutschen Orientalistentag in Münster wird ein entsprechendes ICATAT-Panel organisiert werden. Zusammen mit dem ICATAT assoziierten Wissenschaftlern untersuchen wir auf diesjährigen Arbeitstreffen und in langfristigen Projekten die interkulturellen Kontakte zwischen Angehörigen der nichtrussischen Ethnien der russischen Armee sowie der muslimisch-tatarischen Soldaten der polnischen, preußischen und sächsischen Armeen und der deutschen Bevölkerung im Kontext der Napoleonischen Kriege vor 200 Jahren.

Termine (Auswahl):

° 21.02.2013, 19:00 Uhr –> “Fremde-Nähe-Altmark. Tataren, Baschkiren und Türken in altmärkischer Kulturgeschichte” Vortrag von Dr. Mieste Hotopp-Riecke. Veranstaltungsort: Salzkirche, 39590 Tangermünde, Zollensteig; Telefon: 039322 / 45494
Veranstalter: Stadtverwaltung Tangermünde, 39590 Tangermünde, Lange Straße 61, Telefon: 039322 / 93-0; Fax: 039322 / 2573
Email: stadt@tangermuende.de; Homepage: http://www.tangermuende.de

° 22.-24. 03. 2013, Ostsee-Akademie Travemünde: “Wettiner und Hohenzollern. Vielfältige Kontakte zwischen zwei Herrscherhäusern. Ein Seminar zur Geschichte Preußens”. u.a. mit Vorträgen: August der Starke als Mittler zwischen Preußen und dem Orient“, Dr. des. Stephan Theilig, Berlin und “Für wen kämpften Jusuf und Mustafa? Tatarische Grabmale Preußens und Sachsens als Lieux de mémoire im öffentlichen Raum”, Dr. des. Mieste Hotopp-Riecke, Magdeburg. Das  Programm des Preußenseminar und Informationen zur Anmeldung finden sie hier.

° “Die Tataren kommen! Geschichte und Gegenwart des Islam in Deutschland und Osteuropa”  Vierteiliges Seminar in Magdeburg. Von der Entstehung und den Grundlagen des Islam als Weltreligion im Nahen Osten des 7. Jahrhunderts hören die Teilnehmer in Teil I der Veranstaltung. In Teil II wenden wir uns der Geschichte des Islam in Ostmitteleuropa und Deutschland von der Schlacht bei Liegnitz 1241 bis zu den muslimischen Gastarbeitern des Deutschen Reiches bis zum I. Weltkriege zu. Wir hören von den muslimisch-tatarischen Soldaten Friedrich des II. und den Janitscharenkapellen August des Starken, lernen von Allianzen zwischen Deutschordensrittern und den Nachfahren Dschingis Khans. Im III. Teil wenden wir uns dem 20. Jahrhundert zu. Von den muslimischen Wehrmachts- und SS-Legionen, deutschen Konvertiten und Moscheebauten in Deutschland kommen wir zum Islam in Deutschland und Osteuropa heute. In der IV. Einheit begegnen wir Vielschichtigkeit der muslimischen Migranten-Communities in Sachsen-Anhalt heute und begeben uns auf eine Exkursion zur islamischen Gemeinde Magdeburg. Reisetipps zu den heutigen Tataren Polens, Litauens, Tatarstans sowie den Krimtataren der Ukraine und Rumäniens und den Baschkiren im Wolga-Ural-Gebiet runden das Angebot ab.
Leitung: Dr. Mieste Hotopp-Riecke ; 4mal freitags, 12 Ustd. = 19,80 EUR, VHS MD

° 6./7.04.2013, Internationale Konferenz “200 Jahre Tatarengrab Kleinbeucha. Interkulturkontakte in Napoleonischer Zeit.”, Stadtkulturhaus Borna, Sachsenallee 47, 04552 Borna, Info: http://www.heimatverein-bornaerland.de/

° 16.4.2013, 17.30 Uhr, “Die Tataren kommen! Geschichte und Gegenwart des Islam in Deutschland und Osteuropa”, Vortrag von Dr. des. Mieste Hotopp-Riecke, Kreisvolkshochschule Salzlandkreis, Augustapromenade 44, 06449 Aschersleben, Telefon: 03473-92030; Fax: 03473-920322; eMail: info-kvhs@kreis-slk.de

° 13.-31.05.2013, Leipzig, InterCultura ViaTurcorum, http://www.zeok.de/

Lesung und Podiumsdiskussion mit dem Vorsitzenden des Schriftstellerverbandes Deutschlands, Imre Török, der kurdischen Lyrikerin Arzu Alır und dem Turkologen Mieste Hotopp-Riecke.

Im Rahmen der diesjährigen InterLese des Friedrich-Bödecker-Kreises und der LKJ  fand ein besonderer Lese- und Gesprächsabend am 16. Oktober in Sachsen-Anhalt  statt. An den weiteren Veranstaltungen der Interlese nehmen vor allem Autorinnen und Autoren aus Partnerregionen Sachsen-Anhalts bzw. Partnerstädten der Landeshauptstadt, so aus Armenien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Frankreich und Polen teil. Der deutschsprachige Autor Imre Török, Schüler des Philosophen Ernst Bloch, ist in Ungarn geboren,  lebt und  arbeitet  in Deutschland und war u.a. auch an Drehbuch und Recherchen zum Oscar-nominierten Film: „Sophie Scholl. Die letzten Tage“ beteiligt. Arzu Alır liest u.a. aus ihrem Programm: „Die Schönheit des Gewissens“, das sich der Toleranz zwischen Religionen und Völkern widmet. Sie ist Kurdin, Muslima und lebt in der Türkei. Ihr zweiter Lyrik-Band “Şeytan Gül Dalına Dönerse” (Everest Yayınları,2010) erschien auch in deutscher Sprache mit einem Nachwort von Imre Török (Wenn Satan Sich Zum Rosenzweig Beugt, Pop Verlag ,2010), “Arzu Alırs Gedichte sind in einer Art umhüllt von Humanismus. Sie entfachen in uns allen Gefühle als tauchten wir in Umarmungen” heißt es in einer der wichtigsten Zeitungen der Türkei Taraf. Moderatorin Franziska Duschvom LKJ Magdeburg ging im Gespräch mit dem Autor, der Lyrikerin und dem Turkologen Dr. Mieste Hotopp-Riecke vom ICATAT Magdeburg/Berlin als auch dem Publikum Fragen nach wie: Gibt es religiöse Grenzen im künstlerischen Schaffen? Wie entschieden engagiere ich mich in der Auseinandersetzung gegen Rechts? Wie weit darf Kunst gehen?

Imre Török, Arzu Alır, Mieste Hotopp-Riecke

Die Veranstaltung war eine Kooperation im Rahmen der “Interlese” des Friedrich-Bödecker-Kreises und der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.  unter Beteiligung des ICATAT Magdeburg/Berlin, mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Bündnis Magdeburg Nazifrei.

Auf dem 19. Kongress der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient für gegenwartsbezogene Forschung und Dokumentation hielt der Leiter des ICATAT, Dr. des. Mieste Hotopp-Riecke, im Rahmen des Panels “Imagining Europe with or without Muslims” den Vortrag “Serenissimo Muradun Gerey–  The image of Muslims in elite-discourses of Prussia and Saxony (16.-18. cc.)”. Er war eingebettet in die weiteren Panelbeiträge von Dr. Riem Spielhaus, Kopenhagen (“Thinking Europe from within – The Charter of the Muslims of Europe”), Dr. Bekim Agay, Bonn (“Travel Logs of Ottoman Travelers to Europe”) und Prof. Dr. Egdunas Racius, Kaunas, Litauen (“Islam as Part of European Heritage: The Example of Muslim Communities of the North-Eastern Corner of the Continent”). Der Geschäftsführer des Erlanger Zentrums  für Islam und Recht in Europa, Dr. Jörn Thielmann. Das Panel erfuhr in einem zweiten Teil eine Fortsetzung als Diskussionsforum. Unter dem Titel “Die Ambiguitätsthese – Forschung zu Muslimen in Europa neu gedacht” diskutierten Jörn Thielmann und Prof. Dr.  Thomas Bauer (Universität Münster) mit dem Auditorium über neuste Entwicklungen und Ansichten im Kontext des Aushaltens von nicht zu vereinbarenden Gegensätzen oder Widersprüchen in den Islamdebatten Europas. Einen einführenden Vortrag zum Begriff der Ambiguität hielt Prof. Dr. Frank Peter (Bern) unter dem Titel “Wie „politisch“ ist der Islamophobiebegriff in aktuellen Debatten über den Islam in Europa?”.

20 – 22 September,  2012

“Soldaten gehören in Kriegs- und Friedenszeiten zu den mobilsten Gruppen einer Gesellschaft. Welche Folgen haben Mobilität und Migration? Über welche Erfahrungen berichten die Soldaten? Wie verändert sich ihre Identität?” Diesen Fragen ging man auf einer Fachtagung in Osnabrück nach. Eine interdisziplinäre Gruppe von Historikern und Migrationsforschern behadelte an drei Konferenztagen in Osnabrück eine breite Palette von Themen . Sie reichte von den Migrationserfahrungen griechischer Soldaten Alexanders des Großen als Siedler im Norden Afghanistans (Baktrien) bis zu römischen Legionären in Ägypten und muslimischen Soldaten in preußischen Diensten im 18. Jahrhundert. Der ICATAT-Forscher Stephan Theilig nahm mit einem Vortrag an der Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte in Osnabrück teil. Der Frühneuzeit-Historiker und Hispanist hielt seinen Vortrag zum Thema: „Migration, Transformation und Integration tatarisch-muslimischer Soldaten in die preußische Kavallerie. Der preußische Tataren-Pulk beim Bosniaken Regiment in (Neu-) Ostpreußen zwischen 1795 und 1800.“ im Rahmen der „Krieg, Militär und Mobilität von der Antike bis in die Gegenwart“ betitelten Jahrestagung des Arbeitskreis Militärgeschichte e.V., die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, unterstützt vom Hamburger Institut für Sozialforschung, durchgeführt werden konnte.

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